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02.02.2013

10:31 Uhr

Nach nächtlichen Ausschreitungen

Lage in Kairo beruhigt sich wieder

Ich der Nacht zogen noch Tausende Demonstranten durch die Straßen von Kairo. Am Morgen hat sich die Lage wieder beruhigt. Wegen exzessiver Polizeigewalt werden Rufe nach dem Rücktritt des Innenministers laut.

Ägypten wird seit rund einer Woche von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert. dpa

Ägypten wird seit rund einer Woche von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert.

Kairo/IstanbulNach den Ausschreitungen in Kairo hat sich die Lage am Samstagmorgen zunächst wieder beruhigt. Vor dem Präsidentenpalast war ein massives Polizeiaufgebot zu sehen, Demonstranten waren nicht mehr vor Ort, wie ein AFP-Journalist berichtete. Zwar waren die Hauptstraßen wieder für den Verkehr geöffnet, in angrenzenden Straßen waren aber noch die Spuren der Zusammenstöße zu sehen. Überall lagen Steine, in der Luft hing der Geruch von Tränengas, an den Palastmauern waren Parolen gegen Präsident Mohammed Mursi zu sehen. Auch auf dem Tahrir-Platz kehrte am Samstag Ruhe ein.

Die Demonstranten waren am Freitag einem Aufruf der Opposition zu Protesten gegen Mursi gefolgt. Den Präsidentenpalast bewarfen sie mit Steinen, Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern. Die Polizei reagierte mit Tränengas und schoss in die Luft, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Ein Mensch wurde getötet, dutzende weitere verletzt.

Ägypten wird seit rund einer Woche von einer neuen Welle der Gewalt erschüttert. Bei Protesten gegen die Regierung gab es immer wieder blutige Ausschreitungen. Mehr als 50 Menschen wurden getötet.

Ein neuer Fall exzessiver Polizeigewalt lässt in Ägypten die Forderung nach Entlassung des Innenministers lauter werden. Der prominente Oppositionspolitiker Eiman Nur sagte dem privaten Fernsehsender Al-Nahar am Samstag: „Es gibt keine Rechtfertigung für ein solches Verhalten. Ich kann nicht glauben, dass das nach der Revolution in Ägypten noch passiert.“ Der Liberale forderte Präsident Mohammed Mursi auf, Innenminister Mohammed Ibrahim sofort zu entlassen.

Ägyptische Fernsehsender hatten am Vorabend gezeigt, wie Polizisten bei den Ausschreitungen vor dem Präsidentenpalast einen Mann auszogen und brutal zusammenschlugen. Bei den jüngsten Krawallen wurde ein Mensch getötet, mehr als 70 wurden verletzt.

Kommentare (2)

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ubjay

02.02.2013, 09:27 Uhr

Wieso heißen die plötzlich Randalierer?
Ich dachte, das seien Aufständische.

Account gelöscht!

02.02.2013, 10:22 Uhr

Man muss es sich ja irgendwie zurechtbiegen. In Deutschland ist jeder der etwas gegen das momentane Treiben sagt ja auch ein Nazi, wer gegen irrsinnige Projekte der Grünen ist = Weltverpesster, selbst wenns 1000 Alternativen gibt, wer auch nur einen Funken gegen das sagt, was Israel so treibt ist Antisemit usw usw.

Schat man mal ins TV Programm oder sonstwohin geht es doch weiter... mache ichd ie Post auf, werde ich vom staat alle 3 Monate daran erinnert bitteschön 50-60% meines Geldes abgeben zu müssen (wofür auch immer). Wenn ich den TV einschalte werde ich daran erinnert dass der Euro ne tolle sache ist und ab 20 Uhr werde ich daran erinnert dass ich in einer Demokratie lebe und mein Grossvater ein Verbrecher war und ich das bitte als Erbschuld auch beibehalten soll.

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