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25.03.2014

12:39 Uhr

Nach Nazi-Vergleich

FPÖ stellt sich hinter Spitzenkandidaten

„Gegessen und erledigt“: Ein Politiker der österreichischen Rechten bezeichnet die EU als Diktatur, entschuldigt sich – und bleibt Spitzenkandidat. Im Mai tritt er für einen Sitz im Europaparlament an.

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache (l, mit Parteifreund) nimmt die Entschuldigung seines Spitzenkandidaten an. dpa

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache (l, mit Parteifreund) nimmt die Entschuldigung seines Spitzenkandidaten an.

WienEin Vergleich zwischen der EU und der Nazi-Diktatur bleibt für den österreichischen EU-Spitzenkandidaten der rechten FPÖ, Andreas Mölzer, ohne Konsequenzen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache stellte sich am Dienstag in Wien vor den 61-Jährigen. Mit dessen Entschuldigung sei die Sache für ihn „gegessen und erledigt.“ Mölzer hatte bei einer Buchpräsentation nach Angaben des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, die EU sei eine Diktatur, dagegen sei „das Dritte Reich wahrscheinlich formlos und liberal“ gewesen. Dies habe sich auf die „Überreglementierung“ durch Verbote und Vorschriften bezogen und nicht auf den menschenverachtenden Charakter des Nazi-Regimes, sagte Mölzer.

Von

dpa

Kommentare (1)

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25.03.2014, 16:06 Uhr

Schlimm genug, dass man sich heutzutage dafür entschuldigen muss, wenn man die Wahrheit sagt. Die EU ist eine Diktatur und auf dem Wege, eine noch viel schlimmere zu werden, als sie es ohnehin schon ist.
So sind z.B. die Kommisäre nicht demokratisch legitimiert und werden es auch nach der EU-Wahl nicht sein, weil einfach von den Parteien bestimmt.
In der EU-Diktatur erleben wir eine unheilvolle Verflechtung von Politikern mit der Wirtschaft.Eine für die Völker Europas so bedeutende, weil gefährliche Sache wie das Freihandelsabkommen mit der USA wird hinter verschlossenen Türen verhandelt. Und das soll Demokratie sein?!

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