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20.03.2013

02:22 Uhr

Nach Newtown-Massaker

Neues US-Waffengesetz wird abgeschwächt

Es sieht schlecht aus für das strengere Waffengesetz, das US-Präsident Barack Obama nach dem Attentat auf eine Grundschule in Connecticut gefordert hat. Das vorgeschlagene Sturmgewehrverbot hat nicht genug Befürworter.

Demonstranten in Connecticut fordern ein strengeres Waffengesetz. ap

Demonstranten in Connecticut fordern ein strengeres Waffengesetz.

WashingtonDie Chancen für ein neues Sturmgewehrverbot in den USA sind deutlich gesunken. Die Vorlage für ein schärferes Gesetz werde keinen Bann halbautomatischer Schnellfeuerwaffen enthalten, sagte der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Harry Reid, am Dienstag. Es gebe für eine solche Vorschrift nicht genügend Befürworter im Oberhaus des Washingtoner Kongresses. Selbst unter den Demokraten gebe es viele Gegner.

Damit wird die Forderung von US-Präsident Barack Obama nach einem „sinnvoll gestalteten“ Verbot solcher Angriffswaffen wahrscheinlich nicht erfüllt. Es war Teil seiner Initiative nach dem Amoklauf in einer Schule von Newtown (Connecticut), wo ein Attentäter im Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene mit einem halbautomatischen Sturmgewehr des Typs AR-15 erschossen hatte. Ein bundesweites Verbot gewisser Schnellfeuerwaffen war 2004 nach zehn Jahren automatisch ausgelaufen.

Andere von Obama geforderte Einschränkungen könnten es aber noch ins Gesetz schaffen. Dazu gehört die ausgiebige Überprüfung von Waffenkäufern, eine Höchstgrenze für die Anzahl der Patronen pro Magazin und Maßnahmen gegen illegalen Waffenhandel. Nach dem Senat müsste auch das Repräsentantenhaus ein entsprechendes Gesetz verabschieden. Dort haben die Republikaner die Mehrheit, die Obamas Vorstoß für schärfere Waffengesetze ablehnen.

Von

dpa

Kommentare (8)

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RalfS

20.03.2013, 07:59 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

20.03.2013, 08:11 Uhr

was meinen sie ? Können die das auch in deutsch ausdrücken?

vandale

20.03.2013, 08:23 Uhr

Die private Waffe schafft wenig praktischen Nutzen. Es ist ein Symbol der Freiheit wie ein Motorrad nur etwas weniger gefährlich. Freie Staaten haben liberale Waffengesetze. Politische Systeme die häufig gegen die Bevölkerung agieren weniger freie Gesetze. Die BRD der 50er und 60er Jahre hatte ein recht freies Waffenrecht. Die DDR und das heutige D ein recht restriktives Waffenrecht.

Soweit ich zu beurteilen vermag gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Strenge des Waffengesetzes und der Zahl der durch Waffen Getöteten.

Die Schweiz hat ein liberales Waffenrecht, die Soldaten nehmen ihre Waffe nach Hause. Die Gewaltkriminalität ist dort eher geringer als in Deutschland.

Wesentlich für das Ausmass von Gewalt mit Waffen scheint mir die gesellschaftliche Disziplin, Einbindung der Menschen in die Gesellschaft und die Geschlossenheit zu sein.

Vandale

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