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14.04.2011

19:33 Uhr

Steht unter Druck: Syriens Präsident Baschar al-Assad. Quelle: dpa

Steht unter Druck: Syriens Präsident Baschar al-Assad.

Der unter dem Druck der Protestbewegung stehende syrische Präsident Baschar al-Assad hat am Donnerstag eine neue Regierung ernannt. Neuer Regierungschef in Damaskus ist Adel Safar, der zuvor das Ministerium für Landwirtschaft geführt hatte.

Der Geheimdienstler Mohamed Ibrahim Schaar wurde zum Innenminister ernannt. Daneben wurden die Ressorts Finanzen und Informationen neu besetzt.

Zuvor waren hunderte Oppositionelle freigelassen worden, die bei Demonstrationen gegen die Führung Syriens festgenommen worden waren. Viele von ihnen berichteten über Folter während der Gefangenschaft.

Die Opposition rief unterdessen zu neuen Demonstrationen gegen das Regime auf. „Morgen ist der Tag unseres Sieges, wir werden uns friedlich vereinigen bis wir unsere Freiheit erhalten“, hieß es am Donnerstag auf der Seite im sozialen Netzwerk Facebook einer Gruppe „Syrische Revolution 2011“.

Menschenrechtler warfen der syrischen Polizei inzwischen vor, sie habe Dutzende von Männern und Jugendlichen ohne Grund festgenommen und schwer misshandelt. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter erklärte am Donnerstag, sie habe Fotos und andere Beweise dafür, dass in der Region Banias einige Festgenommene gefoltert worden seien.

Die syrischen Sicherheitskräfte hatten in den vergangenen Tagen in Banias und Umgebung Hunderte von Menschen festgenommen, die an Protestaktionen gegen das Regime von Präsident Assad teilgenommen haben sollen. Ein Teil der Inhaftierten wurde am Mittwochabend wieder freigelassen, nachdem Tausende von Frauen aus Banias und mehreren umliegenden Dörfern gegen ihre Festnahme protestiert hatten.

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