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13.10.2014

14:22 Uhr

Nach Putin-Ankündigung

Ukraine bestätigt Abzug russischer Soldaten

Die Ankündigung aus Moskau scheint sich zu bewahrheiten: Die ukrainische Regierung sieht Hinweise für den Abzug russischer Soldaten aus dem Grenzgebiet. Die Bundesregierung hält dennoch an den Sanktionen fest.

Der russische Präsident Wladimir Putin vor Soldaten seines Landes: Russland soll Truppen aus der Grenzregion zur Ukraine abgezogen haben. dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin vor Soldaten seines Landes: Russland soll Truppen aus der Grenzregion zur Ukraine abgezogen haben.

Kiew/BerlinDie ukrainische Regierung hat dem Sicherheitsrat in Kiew zufolge Hinweise für einen Teilabzug russischer Soldaten aus dem Grenzgebiet. Einige Truppenteile befänden sich offenbar auf dem Weg zurück in ihre Kasernen, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat am Montag in Kiew. Allerdings gebe es auch deutliche Anzeichen dafür, dass über die Grenze weiterhin russische Hilfe für die moskautreuen Separatisten in der Ostukraine durchsickere. „Die Lieferungen sind aber nicht mehr so umfangreich wie früher“, sagte Lyssenko. Kremlchef Wladimir Putin hatte den Abzug von etwa 17.600 russischer Soldaten befohlen. Der Westen begrüßte dies als Zeichen der Entspannung.

Russlands Truppenabzug von der ukrainischen Grenze wird der Bundesregierung zufolge allerdings nicht zu einer Lockerung der Wirtschaftssanktionen führen. Ein Abzug wäre zwar ein Schritt in Richtung Entspannung, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Man wisse aber aus Erfahrung, dass die russische Seite wiederholt vor wichtigen internationalen Treffen Ankündigungen gemacht habe, die dann nicht eingehalten wurden.

Putin spricht...

über Krieg und Frieden

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“
am 4.3. in einer Pressekonferenz

„Wenn ich will, kann ich in zwei Wochen Kiew einnehmen.“
am 01.09. in einem Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, das dieser öffentlich machte. Die russische Seite erklärte im Anschluss, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

über Rüstung

„Die Militarisierung des Weltraums und die US-Stützpunkte in Europa und Alaska, direkt an unserer Grenze, nötigen uns zu einer Reaktion.“
am 10.09. in einer Pressekonferenz

über die Zukunft der Ostukraine

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“
am 4. 3. in einer Pressekonferenz

„Diese Gebiete (im Süden und Osten der Ukraine) waren als Neurussland historisch ein Teil des Russischen Reiches. Erst in den 1920er Jahren wurden die Territorien von den Bolschewiken der Ukraine gegeben. Gott weiß warum.“
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

„Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine.“
am 31. 8. vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe

über die Führung der Ukraine

„In der Ukraine gibt es bislang keine legitime Macht, mehrere Staatsorgane werden von radikalen Elementen kontrolliert.“
am 18. 3. in der Rede an die Nation

„Sind sie da jetzt völlig verrückt geworden? Panzer, Schützenpanzerwagen und Kanonen! (...) Sind sie total bekloppt? Mehrfachraketenwerfer, Kampfjets im Tiefflug! (...) Sind sie dort jetzt völlig bescheuert geworden, oder was?
am 17. 4. im russischen Staatsfernsehen

über den Westen

„In der Ukraine überschritten die westlichen Partner die rote Linie, verhielten sich grob, verantwortungslos und unprofessionell.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Die Vereinigten Staaten dürfen in Jugoslawien, Irak, Afghanistan und Libyen agieren, aber Russland soll es verwehrt sein, seine Interessen zu verteidigen.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

über Russen im Ausland

„Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Russen zu einem der größten geteilten Völker der Welt. Millionen von Menschen gingen in einem Land ins Bett und erwachten in einem ganz anderen und wurden zur nationalen Minderheit.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Ich glaube daran, dass die Europäer, vor allem aber die Deutschen, mich verstehen werden (...). Unser Land hatte das starke Bestreben der Deutschen nach Wiedervereinigung unterstützt. Ich bin sicher, dass sie das nicht vergessen haben und rechne damit, dass Bürger Deutschlands das Bestreben der russischen Welt, ihre Einheit wiederherzustellen, (...) ebenfalls unterstützen werden.“
am 18.3. in der Rede an die Nation

„Es zählen alleine die Taten“, sagte Seibert. „Aus heutiger Sicht sehe ich keine Veranlassung, die derzeit herrschenden Sanktionen infrage zu stellen.“Präsident Wladimir Putin trifft sich möglicherweise bei dem Europa-Asien-Gipfel (Asem) am 16. und 17. Oktober in Mailand mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko

Kommentare (1)

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Herr Vittorio Queri

13.10.2014, 15:26 Uhr

>> Ukraine bestätigt Abzug russischer Soldaten
<<

Wann beginnt denn der Abzug der Ukrainischen Schlächter und Mörder aus dem Süd-Osten der Ukraine ?

Es werden nach wie vor Zivile Siedlungen bombardiert ( mit Schwerstartillerie der Ukrainischen Junta-Armee, nicht der Privaten Söldner - Armeen, zumal diese über keine Schwerstartillerie verfügen ) .

Wann hört das Abschlachten, Verkrüppeln und Vernichtung der Infrastruktur der Zivilbevölkerung in der Süd-Ost-Ukraine auf ?

Das ist wohl eine wichtigere Frage, als die Frage, was Russland mit seiner Armee INNERHALB seines Landes veranstaltet...?

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