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18.07.2016

16:23 Uhr

Nach Putschversuch in Türkei

Geflohene Soldaten beantragen in Griechenland Asyl

Acht türkische Soldaten waren während des Putschversuchs nach Griechenland geflüchtet. Von dem Putsch wollen sie nichts gewusst haben. Jetzt beantragten sie in Griechenland Asyl, obwohl ihnen auch dort Ärger droht.

Acht türkische Soldaten flüchteten während des Putschversuchs in der Türkei mit einem Hubschrauber Typ Black Hawk nach Griechenland. Reuters

Türkische Soldaten wollen in Griechenland bleiben

Acht türkische Soldaten flüchteten während des Putschversuchs in der Türkei mit einem Hubschrauber Typ Black Hawk nach Griechenland.

AthenAcht während des Putschversuches nach in Griechenland geflohene türkische Soldaten wollen aus Angst um ihr Leben nicht zurückkehren. Aus diesem Grund hätten sie politisches Asyl in dem Nachbarland beantragt, sagte eine Anwältin am Montag vor Gericht. Die Soldaten waren am Samstag mit einem Hubschrauber in Alexandroupolis gelandet, nachdem sie ein Notsignal abgesetzt hatten. Sie wurden inhaftiert. Gegen die Soldaten wird wegen illegalen Grenzübertritts ermittelt. Die Türkei bezeichnet sie als Verräter und verlangt ihre Auslieferung.

Anwältin Vasiliki Ilia Marinaki, die vier der Soldaten vertritt, erklärte, ihre Mandanten hätten von dem Putschversuch nichts gewusst und nur Befehle ausgeführt. Ihr Hubschrauber vom Typ Black Hawk sei von türkischen Polizisten beschossen worden, sagte sie. Zur selben Zeit hätten sie auf ihren Telefonen Textnachrichten empfangen, dass ein Putsch im Gange sei. Da hätten sie sich entschieden, nach Griechenland zu fliehen.

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Die türkische Regierung geht nach der Niederschlagung der Revolte auf breiter Front gegen vermeintliche Unterstützer des Putschversuches in Armee, Polizei, Justiz und Verwaltung vor. Tausende wurden ihrer Posten enthoben und viele festgenommen.

Griechenland kündigte an, die Asylanträge der Soldaten strikt nach den Regeln des Völkerrechts und der Abkommen zum Schutz der Menschenrechte zu prüfen.

Von

rtr

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