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20.02.2017

19:08 Uhr

Nach Putschversuch

Lebenslange Haftstrafen für türkische Militärs gefordert

Seit dem Putschversuch geht die türkische Regierung mit Härte die mutmaßlich Beteiligten vor. Für mehr als 40 angeklagte Militärs hat die Staatsanwaltschaft nun lebenslange Haftstrafen gefordert.

Militärpolizisten bringen Angeklagte zu einem Gericht in Mugla (Türkei). Dort stehen 47 Menschen im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei vom Juli 2016 vor Gericht. dpa

Nach dem Putschversuch in der Türkei

Militärpolizisten bringen Angeklagte zu einem Gericht in Mugla (Türkei). Dort stehen 47 Menschen im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei vom Juli 2016 vor Gericht.

MuglaZu Beginn des Prozesses gegen türkische Militärs nach dem Putschversuch im Juli hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haftstrafen für die mehr als 40 Angeklagten gefordert. Sie wirft ihnen die versuchte Tötung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, wie am Montag aus der Reuters vorliegenden Anklageschrift hervorging.

Vor Gericht in der Stadt Mugla sagte einer der Angeklagten aus, dass er lediglich Erdogan festnehmen, nicht jedoch habe töten sollen. „Mein Auftrag war es, den Präsidenten festzunehmen und ihn wohlbehalten zum Akinci-Luftstützpunkt zu bringen“, sagte der frühere Brigade-General Gokhan Sonmezates. Sonmezates wird in der Anklageschrift als Anführer des Einsatzes bezeichnet und soll außerdem Mitglied der Gülen-Bewegung gewesen sein. Beides wies er zurück.

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Türkische Behörden haben in der vergangenen Woche fast 1600 Menschen festgenommen. Ihnen werden Verbindungen zu militanten Gruppen vorgeworfen. Gegen 125 Personen wurde Haftbefehl erlassen.

Die Gülen-Bewegung soll laut türkischer Regierung hinter dem versuchten Staatsstreich stecken. Sie geht zurück auf den im US-Exil lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen. Dieser bestreitet eine Verwicklung. Seit dem Putschversuch geht die türkische Regierung mit Härte die mutmaßlich Beteiligten vor. Bislang wurden mehr als 40.000 Menschen verhaftet, weitere 100.000 entlassen oder suspendiert.

Von

rtr

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