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27.05.2015

12:51 Uhr

Nach Raketeneinschlag

Israel greift Ziele im Gazastreifen an

Israel hat Luftschläge gegen mehrere Ziele im Gazastreifen geführt, darunter angeblich ein Trainingscamp für Terroristen. Der Angriff ist eine Reaktion auf den Einschlag einer Rakete nahe der Hafenstadt Aschod.

Israel hat Luftangriffe gegen mehrere Ziele im Gazastreifen geführt. AFP

Reaktion auf Raketeneinschlag

Israel hat Luftangriffe gegen mehrere Ziele im Gazastreifen geführt.

GazaNach dem Einschlag einer Rakete aus dem Gazastreifen hat das israelische Militär am frühen Mittwochmorgen mehrere Ziele in dem Palästinensergebiet aus der Luft angegriffen. Es seien vier Einrichtungen der terroristischen Infrastruktur getroffen worden, teilten die Streitkräfte mit.

Zu diesen Zielen gehörte Anwohnern zufolge ein Trainingsgelände der Extremistengruppe Islamischer Dschihad. Berichte über Opfer wurden nicht bekannt. Die Angriffe waren eine Reaktion auf den Einschlag einer Rakete in der Nähe der israelischen Hafenstadt Aschdod. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Chronik des Gaza-Konflikts (11.8.)

Erste Woche

8./9. Juli 2014: Nach massivem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen fliegen israelische Kampfflugzeuge Dutzende Angriffe.

10./11. Juli: Militante Palästinensergruppen nehmen erstmals den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ins Visier.

15. Juli: Israel akzeptiert eine von Ägypten vorgeschlagene Feuerpause. Die Hamas lehnt ab.

Zweite Woche

17. Juli: Nach einer mehrstündigen Waffenruhe beginnt Israel eine Bodenoffensive, um die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen und deren Tunnel im Grenzgebiet zu zerstören.

21. Juli: Um zu vermitteln, treffen US-Außenminister John Kerry und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo ein.

23. Juli: Viele Fluggesellschaften stellen Flüge zum Ben-Gurion-Flughafen wegen des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen vorübergehend ein.

Dritte Woche

26./27. Juli: Eine zwölfstündige Waffenruhe tritt in Kraft. Eine Verlängerung lehnt die Hamas ab, die Angriffe gehen weiter.

30. Juli: Nach dem Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen mit 20 Toten hagelt es Kritik an Israel.

31. Juli: Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wirft Israel und der Hamas die Verletzung des humanitären Völkerrechts vor.

1. August: Eine Waffenruhe hält nur wenige Stunden. Israel beschuldigt die Hamas, einen Soldaten verschleppt zu haben. Für die Suche nach ihm weitet Israel seine Offensive aus.

3. August: Die Armee erklärt den gesuchten Soldaten für tot. Er sei bei Kämpfen ums Leben gekommen. Beim Beschuss einer Uno-Schule sterben nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen. Israel beginnt mit dem Abzug seiner Bodentruppen aus dem Gazastreifen.

Vierte Woche

4. August: Ein Anschlag in Jerusalem überschattet eine von Israel erklärte Feuerpause: Ein palästinensischer Baggerfahrer rammt einen Bus. Ein Passant stirbt, der Attentäter wird erschossen.

5. August: Mit Beginn einer dreitägigen Waffenruhe zieht Israel alle Bodentruppen aus dem Gazastreifen ab. Israelis und Palästinenser beginnen in Kairo Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe.

8. August: Nach Ablauf der Waffenruhe feuern militante Palästinenser wieder Raketen Richtung Israel, das mit Luftangriffen reagiert.

10. August: Eine weitere dreitägige Feuerpause tritt in Kraft.

Im vergangenen Jahr feuerten Extremisten aus dem Gazastreifen Tausende von Raketen auf Israel ab. Israel seinerseits reagierte mit einem massiven Beschuss des palästinensischen Küstenstreifens. Seit Inkrafttreten eines Waffenstillstands blieb es seit August weitgehend ruhig.

Von

rtr

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