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14.12.2012

10:27 Uhr

Nach Raketentest

Südkorea untersucht Nordkoreas Raketentrümmer

Südkorea hat Trümmer der Langstreckenrakete aus dem Meer geborgen, um Informationen zur Raketentechnik Nordkoreas zu erhalten. Nordkorea hatte vorher erklärt, man werde die Bergung als Kriegserklärung bewerten.

Die südkoreanische Marine hat die erste Stufe der Langstreckenrakete aus dem Meer geborgen. dapd

Die südkoreanische Marine hat die erste Stufe der Langstreckenrakete aus dem Meer geborgen.

SeoulNach dem nordkoreanischen Raketenabschuss hat die Marine Südkoreas Trümmerteile der ersten Stufe der Langstreckenrakete aus dem Meer geborgen. Es sei davon auszugehen, dass die Trümmer wichtige Informationen zum Stand der nordkoreanischen Raketentechnik lieferten, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Freitag.

Bei dem geborgenen Raketenteil handelt es sich offenbar um einen Treibstofftank, der den Namen des Raketentyps "Unha-3" trägt. An der Untersuchung sind zivile und militärische Experten aus Südkorea sowie US-Spezialisten beteiligt.

Nordkorea hatte am Mittwoch eine Trägerrakete abgefeuert und damit nach eigenen Angaben einen Forschungssatelliten ins All gebracht. Der Westen vermutet hinter dem Start dagegen einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Die erste Stufe der Rakete fiel vor der Koreanischen Halbinsel ins Meer, die zweite ging östlich der Philippinen nieder. Einem südkoreanischen Medienbericht zufolge wurden die Trümmer der ersten Stufe 160 Kilometer westlich des Hafens von Gunsan aus 80 Metern Tiefe geborgen.

Vor einem im April gescheiterten Raketentest hatte Nordkorea sowohl Japan als auch Südkorea gewarnt, dass jeglicher Versuch, Raketenteile zu bergen, als Kriegserklärung gewertet werde. Eine solche Warnung wurde vor dem Raketentest vom Mittwoch jedoch nicht ausgesprochen. Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte, da der Raketentest UN-Resolutionen verletzt habe, handle es sich bei den Trümmerteilen um die "Waffe eines feindlichen Staates". Seoul sei deshalb nicht verpflichtet, diese an Pjöngjang zurückzugeben.

Südkorea untersucht Raketen-Trümmer

Video: Südkorea untersucht Raketen-Trümmer

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Von

afp

Kommentare (2)

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hanji

14.12.2012, 12:13 Uhr

"Der Westen vermutet (...) dagegen einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm." heißt es im Text. Das ist nicht ganz zutreffend. Das Pentagon und die derzeitigen (US-ergebenen) Regierungen von Südkorea und Japan vermuten das. Die westlichen Politiker glauben es dem Pentagon mehr oder weniger, oder enthalten sich einer Bewertung. Die westliche Presse kopiert die Pressemeldungen aus dem US-geprägten Lager einfach 1:1, sei es aus Gutgläubigkeit oder Mangel an Kapazitäten für eigene kritische Recherchen. Ich wäre zurückhaltend. Von CIA und pentagon kamen in den letzten Dekaden viele interessengeleitete Falschmeldungen und nicht haltbare Unterstellungen gegen "Schurkenstaaten".

Account gelöscht!

14.12.2012, 12:49 Uhr

Russland verurteilt Nordkoreas Raketenstart

Die Regierung in Moskau hat den am Mittwoch gemeldeten nordkoreanischen Raketenstart kritisiert. Die USA drohen Nordkorea mit „Konsequenzen“, Südkorea kündigt „Genemaßnehmen“ an. Der UN-Sicherheitsrat versammelt sich zu Konsultationen.
„Tiefes Bedauern“

Das russische Außenministerium hat am Mittwoch „tiefes Bedauern“ über das Vorgehen der Regierung in Pjöngjang geäußert. Dieser Schritt sei ein Verstoß gegen die Resolution Nr. 1874 des UN-Sicherheitsrates, die Nordkorea ballistische Raketenstarts verbietet. Es sei unzulässig, UN-Entscheidungen zu ignorieren, hieß es in einer Erklärung in Moskau.

http://german.ruvr.ru/2012_12_12/Russland-verurteilt-Nordkoreas-Raketenstart/

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