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12.09.2013

17:17 Uhr

Nach Rechts-Ruck

Norweger fürchten um ihren internationalen Ruf

Bei der norwegischen Parlamentswahl konnten die Rechtspopulisten einen Erfolg feiern. Einst war der spätere Massenmörder Breivik in der Partei aktiv. Nun sorgt sich das Land um seinen internationalen Ruf.

In Norwegen könnten bald Rechtspopulisten mitregieren. Bei ihnen war der spätere Massenmörder Breivik einst aktiv. dpa

In Norwegen könnten bald Rechtspopulisten mitregieren. Bei ihnen war der spätere Massenmörder Breivik einst aktiv.

OsloNach dem Erfolg der norwegischen Rechtspopulisten bei der Parlamentswahl ist das Land um seinen internationalen Ruf besorgt. In der rechten Fortschrittspartei war der spätere Massenmörder Anders Behring Breivik in seiner Jugend Mitglied, bevor er sich radikalisierte. Zahlreiche internationale Medien hatten diese Verbindung in ihrer Berichterstattung hergestellt. Die Rechtspopulisten hoffen als drittstärkste Partei erstmals an der Regierung in Norwegen beteiligt zu werden.

„Anti-Einwanderer-Partei mit Verbindungen zu Massenmörder Anders Behring Breivik soll zur Regierung unter Konservativen-Chefin Erna Solberg gehören“, schrieb der britische „Independent“. Zudem wurden Bilder von Breivik und Fortschrittspartei-Chefin Siv Jensen nebeneinander gestellt. Auch Italiens „Corriere della sera“ brachte Breivik und Rechtspopulisten zusammen.

Norwegische Botschafter in Europa hätten sich darauf besorgt an das Außenministerium gewandt, berichten Fernsehsender in Oslo. „Wir verfolgen die Situation genau, denn es ist natürlich eine Frage von Norwegens Ruf draußen in der Welt“, sagte Minister Espen Barth Eide (Arbeiterpartei).

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Die Fortschrittspartei (norwegisch: Fremskrittspartiet) forderte das Ministerium auf, die Berichterstattung im Ausland geradezurücken. „Es ist unangenehm, als etwas karikiert zu werden, das man nicht ist“, sagte Vize-Fraktionschef Ketil Solvik-Olsen. Schon nach den Terroranschlägen Breiviks von Oslo und Utøya hatte sich die Partei rechtfertigen müssen und vorübergehend massiv an Unterstützung verloren. Breivik war von 1999 bis 2007 bei den Rechtspopulisten aktiv, die Experten als vergleichsweise gemäßigt einstufen.

„Es besteht kein Zweifel, dass die Fortschrittspartei selbst und die Parteien, die vielleicht mit ihr eine Regierung bilden, auch in der Verantwortung sind zu klären, was die politischen Verhältnisse in Norwegen sind und wofür die Parteien stehen“, sagte Espen Barth Eide.

Von

dpa

Kommentare (12)

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Angela-Wendehals

12.09.2013, 17:41 Uhr

ja mei, wie dumm muss man denn sein, wenn einem diese Morde von Breivik nicht Signal für eine geänderte Denkart ist??

Oder meint hier einer, das war ein Zufall ??

Das normale Volk schweigt IMMER, aber an gewissen Ausreißern erkennt man schon, was Sache ist. Zu viel EUropa wird auch bei uns schließlich das Vlk zum Kochen bringen. Aber zuerst wird Angela ihren Hut nehmen, ihr Verrat am deutschen Volk / NSA wird man ihr auf Dauer nicht verzeihen.

Account gelöscht!

12.09.2013, 17:42 Uhr

Rechtspopulisten werden in ganz Europa an Einfluß gewinnen wenn die Politiker nicht Ihren Einwanderungswahn stoppen!

Rechner

12.09.2013, 18:24 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Nach Rechts-Ruck: Norweger fürchten um ihren internationalen Ruf
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Lachhaft.

Dieser Ruf wurde durch die Einführung einer Hühnerquote in norwegischen Aufsichtsräten schwer beschädigt, und er kann durch einen Rechtsruck nur besser werden.

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