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04.03.2014

10:55 Uhr

Nach Rezessionsjahren

Aufwärtstrend für griechische Industrie

Griechenland verbessert seine Wettbewerbsfähigkeit. Die Industriebranche wächst, die Auftragslage stimmt optimistisch, die Exporte nehmen zu. Doch die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt.

Die Massenproteste gegen Entlassungen und Privatisierungen gehen weiter. dpa

Die Massenproteste gegen Entlassungen und Privatisierungen gehen weiter.

AthenNach der jahrelangen Rezession kommt die griechische Industrie immer besser in Schwung. Im Februar wuchs die Branche das zweite Mal in Folge, wie aus einer am Dienstag vorgelegten Markit-Umfrage unter 350 Firmen hervorgeht. Die Betriebe fuhren ihre Produktion so stark hoch wie seit August 2008 nicht mehr, und die Aufträge kletterten zum Vormonat so kräftig wie seit fast sechs Jahren nicht.

„Auch die Export-Bestellungen gingen nach oben - dies ist ein Zeichen besserer Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Markit-Ökonom Phil Smith. Das gesamte Barometer für die Stimmung in der Industrie stieg minimal um 0,1 auf 51,3 Punkte und blieb damit über das Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Es war das erste Mal seit fast fünfeinhalb Jahren, dass die Industrie zwei Monate in Folge zulegte.

Wenn Massenproteste außer Kontrolle geraten

Türkei

Die gewaltsame Räumung eines Protestcamps in Istanbul, mit dem die Zerstörung eines Parks am Taksim-Platz verhindert werden sollte, löst im Mai 2013 eine landesweite Protestwelle aus. Mittlerweile richten sich die andauernden Proteste vor allem gegen den autoritären Regierungsstil des islamisch-konservativen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Mehrere Menschen kamen bisher ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Bulgarien

Nach Massenprotesten und schweren Ausschreitungen in der Hauptstadt Sofia tritt die bulgarische Regierung im Februar 2013 zurück. Die Proteste richteten sich zunächst gegen hohe Strompreise, wandten sich dann aber immer stärker gegen Ministerpräsident Boiko Borissow. Hintergrund war die Unzufriedenheit über geringe Einkommen, hohe Arbeitslosigkeit und Korruption.

Griechenland

Bei Massendemonstrationen von Hunderttausender gegen das massive Sparprogramm der Regierung sterben in der griechischen Hauptstadt Athen im Mai 2010 drei Menschen. Vermummte Randalierer hatten mit Molotowcocktails eine Bank in Brand gesetzt.

Serbien

Rund 200.000 Menschen demonstrieren im Februar 2008 gegen die Unabhängigkeit des Kosovos in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Mehrere tausend Randalierer demolieren Botschaften, plündern Geschäfte, zünden Autos und Busse an. Mindestens ein Mensch kommt ums Leben, mehr als 150 Menschen werden verletzt.

Frankreich

Der Tod zweier Jugendlicher, die auf der Flucht vor der Polizei nahe Paris tödlich verunglückten, löst im Herbst 2005 eine Welle der Gewalt in französischen Einwanderervorstädten aus. Sporthallen, Geschäfte und tausende Autos gehen in Flammen auf. Tausende Randalierer werden festgenommen. Nach drei Wochen erklärt die Polizei die Unruhen offiziell für beendet.

Italien

Das Gipfeltreffen der führenden Industrieländer in Genua wird im Juli 2001 von der schwersten Welle der Gewalt in seiner Geschichte überschattet. Ein 23-jähriger Italiener stirbt bei den Straßenschlachten durch eine Polizeikugel. Globalisierungsgegner demolieren Büros, Geschäfte und Bankautomaten. Hunderte Menschen werden verletzt. Kritiker werfen der Polizei übertriebene Härte vor.

Nach sechs Jahren Rezession kämpft sich Griechenland, das noch am Finanztropf seiner Euro-Partner hängt, aus dem Konjunkturtal heraus. Die EU-Kommission traut der Wirtschaft 2014 ein Plus von 0,6 Prozent zu. Allerdings ist der Weg zu einem breiten Aufschwung noch weit. Denn die Arbeitslosenquote in Griechenland lag im November noch auf dem Rekordstand von 28 Prozent - mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Euro-Zone. Auch die Industrie baute im Februar erneut Jobs ab.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

04.03.2014, 15:04 Uhr

Das ist ja super!

Bestimmt überlegt sich Griechenland schon, seine Rettungskredite vorzeitig zurückzuzahlen.

Ich befürchte aber, dass sich nach der Europawahl leider die Lage wieder urplötzlich verschlechtert hat, was natürlich niemand ahnen konnte, und ganz schnell das nächste Rettungspaket geschnürt werden muss (alternativ Schuldenschnitt), da ansonsten die Zahlungsunfähigkeit droht.

Wenn ich total daneben liegen würde mit meiner Einschätzung, würde ich mich sehr darüber freuen.

Account gelöscht!

04.03.2014, 17:13 Uhr

Die HB-Redaktion ist nun schon seit Jahren in einem 1.April-Dauerscherzrausch. Alles ist also gut... wenn nur der blöde Arbeitsmarkt nicht wäre!
Liebe Redaktion, Ihre offensichtliche Unterstellung, wir Leser seien doof, ist allmählich beleidigend. SIE wissen es, WIR wissen es: GR braucht endlich eine eigene Währung. Der Euro ist viel zu stark.
Also schreiben Sie endlich die Wahrheit.

Account gelöscht!

04.03.2014, 18:43 Uhr


Schlote einer imaginaeren Industrie rauchen wieder...

HB Scherzkekse allenthalben, wo stochert ihr denn rum ?
Kriminell angehauchte Verblödungsinformation am laufenden Bande. Ungeheuerlich..

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