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06.10.2015

01:24 Uhr

Nach russischem Bombardement

Syrien plant Bodenoffensive im Westen des Landes

Nach russischen Bombenangriffen auf Rebellengebiete plant die Regierung Syriens dort eine Bodenoffensive. Tausende Kämpfer verschiedener Gruppierungen seien bereits mobilisiert worden. Kritik vom Westen ist zu erwarten.

Das Bild von der Webseite des russischen Verteidigungsministerium zeigt ein Kampfflugzeug, das Bomben auf syrischen Boden fallen lässt: Die Angriffe richteten sich laut Aussagen der Behörde gegen den Islamischen Staat und andere terroristische Organisationen. dpa

Russische Angriffe aus der Luft

Das Bild von der Webseite des russischen Verteidigungsministerium zeigt ein Kampfflugzeug, das Bomben auf syrischen Boden fallen lässt: Die Angriffe richteten sich laut Aussagen der Behörde gegen den Islamischen Staat und andere terroristische Organisationen.

BeirutNach russischen Bombenangriffen auf Rebellengebiete in Westsyrien plant die syrische Regierung dort angeblich eine Bodenoffensive. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus dem Umfeld eines von der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah geführten Militärbündnisses. Für die Offensive nördlich der Stadt Homs würden Tausende Kämpfer der Hisbollah, der iranischen Revolutionsgarden, der syrischen Streitkräfte und verbündeter Milizen mobilisiert.

Die Bodenoffensive dürfte harte Kritik der westlichen und sunnitischen Staaten hervorrufen, die in der Region aktive Rebellen unterstützen. Russland hatte argumentiert, seine Bombenangriffe richteten sich gegen den Islamischen Staat und andere terroristische Organisationen. Einige Rebellengruppen, die den Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad anstreben, werden vom Westen aber nicht als terroristisch, sondern als gemäßigt angesehen, auch wenn sie mit Islamistentruppen taktische Bündnisse eingehen.

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Mehr als 40 Rebellengruppen hatten am Montag der russischen Luftwaffe ein „Massaker“ an Zivilisten in der Provinz Homs vorgeworfen und Vergeltung angedroht. Die „russische Militäraggression“ sei eine „offene Besatzung“ und alle Besatzungsmächte seien „legitime Ziele“, heißt es in der Erklärung, die von gemäßigten Rebellenbrigaden sowie von radikalislamischen Truppen wie Ahrar al-Scham und Dschaisch al-Islam getragen wurde. Die Al-Nusra-Front unterzeichnete nicht.

Von

dpa

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