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16.12.2016

09:18 Uhr

Nach russischen Hackerangriffen

Barack Obama spricht von Vergeltung

Deutlich wie nie hat Noch-US-Präsident Barack Obama Vergeltung angekündigt – für die auf russische Hacker zurückgeführten Cyberattacken. Auch zu deren Zusammenhang mit Hillary Clintons Wahlniederlage äußerte er sich.

US-Wahl

So nicht – Putins Hackerangriff soll Konsequenzen haben

US-Wahl: So nicht! – Putins Hackerangriff soll Konsequenzen haben

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WashingtonDer Streit zwischen den Atommächten USA und Russland über Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs spitzt sich zu: US-Präsident Barack Obama kündigte am Donnerstag (Ortszeit) einen nicht näher bezeichneten Gegenschlag an. „Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass wir handeln müssen, wenn eine ausländische Regierung versucht, die Integrität unserer Wahlen anzugreifen“, sagte Obama dem Rundfunksender NPR.

„Und das werden wir, zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, den wir bestimmen“, sagte der Präsident. Obama machte zunächst keine Angaben, wie der von ihm angekündigte Vergeltungsakt gegen Russland aussehen könnte. Am Freitagabend (MEZ) wollte er vor seiner Abreise in den Weihnachtsurlaub eine Pressekonferenz geben. Beim Sender NBC hatte es geheißen, zur Vorbereitung eines möglichen Gegenschlags untersuchten US-Geheimdienste mittlerweile verstärkt die persönlichen Vermögensverhältnisse des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Vor den Äußerungen Obamas hatte dessen Berater Ben Rhodes bereits dem russischen Staatschef eine direkte Verantwortung für die Hackerangriffe zugewiesen. "Nichts von derartiger Tragweite" geschehe innerhalb der russischen Regierung, ohne dass Putin davon wisse, sagte Rhodes dem Fernsehsender MSNBC. Putin sei letztlich als oberster Amtsträger "für die Taten der russischen Regierung verantwortlich".

Der Sender NBC News hatte berichtet, dass Putin selbst Anweisungen für den Umgang mit gehackten E-Mails der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gegeben habe. Der russische Staatschef habe dies anfänglich aus Rache getan, weil die Demokratin als Außenministerin öffentlich die Rechtmäßigkeit der russischen Wahlen von 2011 in Frage gestellt habe, meldete der Sender unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstverantwortliche.

Später habe Putin dann sein Vorgehen ausgeweitet, um das politische System in den USA als korrupt darzustellen, hieß es in dem Beitrag weiter. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe als "lächerlichen Unsinn" zurück. Auch der gewählte US-Präsident Donald Trump hat in Abrede gestellt, dass Russland hinter den Cyberangriffen auf die Demokraten stecke. Der Republikaner zog entsprechende Informationen durch die US-Geheimdienste in Zweifel.

Kommentare (10)

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Herr Jürgen Fieser

16.12.2016, 08:49 Uhr

Wann wird über Vergeltung für die kriegerischen Überfälle und speziell der zahlreichen Drohnenmorde an unschuldigen Zivilisten geredet?

Herr Otto Berger

16.12.2016, 09:02 Uhr

 Goebbels, der "große Kommunikator" des 3. Reiches sagte mal :
"Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen.----- Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates." -------

Fazit : Alles, was zur Wahrheitsfindung taugt und die Wahrheit offen legt, sollte erlaubt sein; denn die Wahrheit kann den Wähler veranlassen, auf dem Wahlzettel sein Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen ------ und DAS egal wo !!
Warum sollte es also verwerflich sein, wenn der politische Gegner bei der Wahrheitsfindung Hilfe leistet.
Leider wurden die Regimechange-Absichten - mit dem dadurch angerichteten Flüchtlingschaos -des Mr. Obama vor seiner Amtseinführung als US-Präsident nicht bekannt. Zumindest der Friedensnobelpreis wäre dem "Friedenstifter" nicht verliehen worden.

Account gelöscht!

16.12.2016, 10:17 Uhr

Obama und Clinton haben zum Glück nichts mehr in den USA zu sagen. Trump will den Frieden mit Russland und nicht ein weiteres Kriegsaufrüsten der Falken in den USA unterstützen.
Man fragt sich wirklich was an der Kriegsrethorik der US-Falken von Obama und Clinton, für die Deutschen Medien, so interessant ist. Werden die Deutschen Medien von der Kriegsmaschinerie der Nato-Atlantik-Brücken Poltiik gesponsert? Wollen die Deutschen Medien wirklich wieder die Sperrspitze der Kriegspropaganda auf Deutschen-Europäischen Boden sein?!

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