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04.07.2013

13:49 Uhr

Nach Schließung

Südkorea will mit Norden über Industriepark verhandeln

Der Industriepark im nordkoreanischen Kaesong ist ein Symbol der Annäherung zwischen Koreas Norden und Süden. Im April schloss Pjöngjang den Komplex „vorübergehend“. Steht nun eine Wiedereröffnung bevor?

Der südkoreanische Zugang zum Kaesong-Industriepark: Gespräche über Wiederaufnahme des Betriebs angeboten. dpa

Der südkoreanische Zugang zum Kaesong-Industriepark: Gespräche über Wiederaufnahme des Betriebs angeboten.

SeoulNeuer Anlauf: Nach einem geplatzten Treffen mit Nordkorea im vergangenen Monat hat Südkorea erneut Gespräche über die Normalisierung des gemeinsamen Industrieparks in Kaesong vorgeschlagen. Pjöngjang hatte die grenznahe Sonderwirtschaftszone in der nordkoreanischen Grenzstadt im Frühjahr „vorübergehend“ geschlossen. Regierungsvertreter beider Länder könnten am Samstag dieser Woche zu Arbeitsgesprächen im Grenzort Panmunjom zusammen, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Donnerstag mit.

„Es ist nach wie vor Seouls Standpunkt, dass alle Probleme durch Dialog zwischen den Regierungen gelöst werden sollten“, sagte ein Sprecher. Der Vorschlag wurde über die ständige Kommunikationsleitung in Panmunjom übermittelt.

Seoul reagierte damit auf eine Mitteilung Nordkoreas am Mittwoch, dass südkoreanischen Unternehmern der Zugang nach Kaesong erlaubt werden soll. Die Fabrikbesitzer sollten Vorkehrungen gegen die Regenzeit treffen können. Ob Pjöngjang auch über eine Normalisierung des Betriebs in Kaesong reden wollte, war zunächst unklar.

Nordkorea hatte im April mehr als 50.000 Landsleute aus dem Kaesong-Komplex abgezogen, die dort für 123 südkoreanische Unternehmen gearbeitet hatten. Hintergrund waren die zunehmenden Spannungen der beiden Nachbarländer.

Der Industriepark ist nicht nur ein Symbol der innerkoreanischen Annäherung, sondern gilt auch als wichtiger Devisenbringer für den verarmten, aber hochgerüsteten Norden. Im Juni hatten beide Seiten ein bereits vereinbartes Treffen auf hochrangiger Regierungsebene wegen eines Streits um die Zusammensetzung der Delegationen abgesagt. Dabei sollte es unter anderem auch um die Normalisierung des Kaesong-Komplexes gehen.

Von

dpa

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