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11.11.2013

14:22 Uhr

Nach Taifun „Haiyan“

Philippinen warten auf die Hilfsindustrie

VonDésirée Linde, Martin Dowideit

Von den USA bis Taiwan, von DRK bis Uno: Nach den Verwüstungen durch Taifun „Haiyan“ läuft die Maschinerie der internationalen Hilfe für die Philippinen an. Die Lage ist unübersichtlich – doch es gibt glückliche Zufälle.

Der Norden der Insel Cebu: Der Taifun zerstörte die Häuser, die Infrastruktur und die Kommunikation. dpa

Der Norden der Insel Cebu: Der Taifun zerstörte die Häuser, die Infrastruktur und die Kommunikation.

DüsseldorfJetzt heißt es warten. Stundenlang. Obwohl jede Sekunde zählt. 24 Ärzte, Krankenschwestern, Sanitäter und Pfleger der Hilfsorganisation Isar Germany sitzen derzeit in Manila und warten darauf, dass sie ins philippinische Katastrophengebiet weiterreisen können.

„Wir warten auf das offizielle Go“, sagt Isar-Sprecher Stefan Heine. Das muss von den philippinischen Behörden kommen – sie hätten in den Chaos noch am ehesten die Übersicht. „Problematisch sind vor allem die Transportkapazitäten, es ist schwer, zu den Betroffenen zu kommen“, sagt Heine.

Der Megasturm, der die Philippinen am Wochenende mit aller Härte getroffen hat, hat möglicherweise schon mehr als 10.000 Todesopfer gefordert. Mindestens 400.000 Menschen brauchen dringend Hilfe, weil sie kein Dach mehr über dem Kopf haben.

So können Sie helfen

Aktion Deutschland

Aktion Deutschland Hilft

Stichwort: Taifun Haiyan Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Onlinespenden: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Deutsches Rotes Kreuz

DRK-Konto 414141, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Onlinespenden hier.

Caritas International

Stichwort: Nothilfe Taifun Spendenkonto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00

Malteser Hilfsdienst

Stichwort: Taifun Konto 120 120 001 2, BLZ 370 601 20, Pax-Bank Onlinespenden hier.

Johanniter-Unfall-Hilfe

Stichwort: Taifun Haiyan Spendenkonto 8888, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Online hier.

Medico

Medico bittet für SOS um Spenden Stichwort: Philippinen Kontonummer 1800, Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01

Help – Hilfe zur Selbsthilfe

Stichwort: Taifun Haiyan Spendenkonto 2 4000 3000, Commerzbank Bonn, BLZ 370 800 40 Onlinespenden hier.

I.S.A.R. Germany

Konto 118 25 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Onlinespenden hier.

Diakonie Katastrophenhilfe

Stichwort: Philippinen Konto 502 502, Ev. Darlehensgenossenschaft, BLZ 210 602 37

Plan International Deutschland

Stichwort: Taifun Haiyan Konto 9444 933, BLZ 251 205 10

World Vision Deutschland

Stichwort: Taifun Konto 66601, Postbank Frankfurt, BLZ 500 100 60

Bündnis Entwicklung Hilft

Stichwort: Taifun Konto 5151, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

Es gibt kein Trinkwasser, keine Nahrung, es drohen lebensgefährliche Infektionen. Insgesamt kämpfen mehr als vier Millionen Menschen mit den Folgen des Taifuns. Auf den Philippinen beginnt jetzt der Kampf ums Überleben – und gegen die Zeit. Die Region südlich der Hauptstadt ist besonders schwer getroffen, etwa die Provinz Leyte mit der völlig zerstörten Stadt Tacloban.

Weltweit läuft die Hilfsindustrie an. Das World Food Programme der Uno schickte nach eigenen Angaben bislang Hilfsgüter für zwei Millionen US-Dollar in die Region, sowie Experten in die Provinzen Leyte und Samar, die unter anderem bei Logistik und der Notfallkommunikation helfen sollen.

Unicef schickte von Kopenhagen aus 66 Tonnen mit Hilfsgütern auf die Philippinen, die am Dienstag dort eintreffen sollen, Japan schickte ein 25-köpfiges Medizinerteam, Taiwan teilte mit, 200.000 US-Dollar zur Verfügung zu stellen. Die EU-Kommission hat am Montag Hilfe in Höhe von acht Millionen Euro für die Konfliktregion Mindanao angekündigt.

Direkt nachdem der verheerende Taifun „Haiyan“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 275 Kilometer pro Stunde über die Philippinen gezogen war, fuhren die Hilfsorganisationen weltweit ihre Lagezentren hoch. So auch die Isar in Duisburg. Alle Helfer deutschlandweit machten sich dann schon bereit für den möglichen Einsatz, basierend auf dem offiziellen Hilfegesuch der philippinischen Regierung. Vorab wurden die Botschaften und das Auswärtige Amt informiert.

Kommentare (4)

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crs

11.11.2013, 12:54 Uhr

Und die Hilfsindustrie wird kommen - kein besonders spannendes Investment: der Taifun war ja nicht geplant oder so - irgendwie jedenfalls oder so.
Logik ist ja nicht schlimm.
Für viele allerdings etwas wogegen man ankämpfen sollte.

Die Zynik vieler Menschen wird lediglich auf sie zurückschlagen und sie mehr kosten als sie haben: ihr eigenes Leben.

Frohleffers

11.11.2013, 14:32 Uhr

HilfsINDUSTRIE??? Selten eine so bescheuerte Wortneuschöpfung gelesen! Und irgendwie klingt es zynisch wie das Gegenteil eines Euphemismus! (Dysphemismus, sagt Wikipedia.)

Account gelöscht!

11.11.2013, 15:22 Uhr

Tja,auch beim Handelsblatt muss man neuerdings schnell sein,wenn man interessante Kommentare lesen will.
Die NSA übernimmt die Weltweite Überwachung,die Zensur übernehmen die Zeitungen schon selbst,in vorauseilendem Gehorsam.
Gute Nacht freie Meinung!

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