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24.05.2012

19:47 Uhr

Nach Treffen

Iran gibt in Atomverhandlungen nicht klein bei

Im Streit um das iranische Atomprogramm kommen sich Iran und die Staatengemeinschaft nicht näher. Immerhin: Die Zeichen stehen weiter auf Diplomatie.

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad gibt sich im Atomstreit freundlich - aber unnachgiebig. AFP

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad gibt sich im Atomstreit freundlich - aber unnachgiebig.

Bagdad/BerlinIm Streit um das iranische Atomprogramm haben Unterhändler in zweitägigen Gesprächen einen drohenden Rückschlag abgewendet. Internationale Diplomaten und Vertreter Irans vereinbarten nach hart geführten Verhandlungen in der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Folgetreffen am 18. und 19. Juni in Moskau. „Es ist klar, dass beide Seiten Fortschritte wollen und dass es Gemeinsamkeiten gibt. Jedoch bleiben bedeutende Meinungsverschiedenheiten“, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zum Abschluss des Treffens. Die internationale Gemeinschaft sei entschlossen, den Konflikt um das iranische Atomprogramm durch Verhandlungen zu lösen und alle Anstrengungen zu unternehmen.

Vertreter der 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA sowie Deutschland) hatten einen Lösungsvorschlag auf den Tisch gelegt, der den Iran von der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent abbringen soll. Zudem sind darin vertrauensbildende Maßnahmen enthalten. Eine Anreicherung auf 20 Prozent reicht nicht für Atomwaffen, dafür wären mehr als 80 Prozent nötig. Aber höher angereichertes Uran ist schon ein größerer Schritt in diese Richtung.

„Der Iran hat sich bereiterklärt, die Frage der Anreicherung auf 20 Prozent anzugehen und seinen eigenen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, darunter auch die Forderung, dass wir ihr Recht auf (Uran-)Anreicherung anerkennen“, sagte Ashton, die die internationale Delegation leitet. Die Gespräche seien „sehr intensiv und detailliert“ gewesen, sagte sie.

Der iranische Sprecher Mehdi Mohammadi hatte Stunden zuvor erklärt, es werde darüber gesprochen, wie und ob überhaupt die Gespräche fortgesetzt werden sollen. Die Forderung des Irans, sein Recht auf ein ziviles Atomprogramm anzuerkennen, sei in Bagdad nicht wie von Teheran erwartet berücksichtigt worden.

Kommentare (104)

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Sarrazins_rechter_Harken

24.05.2012, 20:22 Uhr

d
„Niemand in dieser Region will einen Krieg haben.“...
doch die Zyonisten schon, sie lechzen dannach.

Account gelöscht!

24.05.2012, 22:08 Uhr

Vor den US-Wahlen kann es mangels innenpolitischen Spielraums für Obama sowieso keinen ernsthaften Raum für Kompromisse geben - ob die Verhandlungen wenigstens einen israelischen Angriffskrieg verhindern??

Account gelöscht!

24.05.2012, 23:59 Uhr

Wer wem vernichten will .

http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=154

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