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28.08.2015

08:27 Uhr

Nach Tsipras-Rücktritt

Syriza liegt vor Neuwahlen vorne

Knapp drei Wochen vor den Neuwahlen in Griechenland führt die Syriza-Partei die Umfragen an. Der zurückgetretene Premier Alexis Tsipras darf sich Hoffnungen auf einen erneuten Wahlsieg machen.

Gute Aussichten für den zurückgetretenen Premier: Seine Syriza-Partei führt in den Umfragen vor der Neuwahl. dpa

Alexis Tsipras

Gute Aussichten für den zurückgetretenen Premier: Seine Syriza-Partei führt in den Umfragen vor der Neuwahl.

AthenGriechenlands zurückgetretener Ministerpräsident Alexis Tsipras kann sich laut einer Umfrage Hoffnungen auf einen Sieg bei den Neuwahlen am 20. September machen. In der ersten aussagekräftigen Meinungsumfrage nach dem Tsipras-Rücktritt in der vergangenen Woche lag dessen Syriza-Partei mit 23 Prozent vorne, wie die Zeitung „Efimerida Ton Syntakton“ am Freitag berichtete.

Deutlich dahinter rangierte in der Befragung der Meinungsforscher von ProRata mit 19,5 Prozent die konservative Partei „Neue Demokratie“. Allerdings zeigten sich 25,5 Prozent der Wähler noch unschlüssig, für wen sie letztlich stimmen wollten.

Die neue Bewegung „Volkseinheit“, die sich erst vor wenigen Tagen von Syriza im Streit über das neue Spar- und Hilfsprogramm abgespalten hatte, unterstützten nur 3,5 Prozent der Befragten. Tsipras bisheriger Koalitionspartner, die rechtsgerichteten „Unabhängigen Griechen“ blieben mit zwei Prozent gar unter der für den Parlamentseinzug notwendigen Drei-Prozent-Schwelle. Insgesamt übertrafen nach der Meinungsumfrage acht Parteien diese Marke und haben damit gute Aussichten, in das neue Parlament einzuziehen.

In Griechenland wurde am Donnerstag die bisherige Präsidentin des höchsten Gerichtshofes des Landes, Vassiliki Thanou, zur Chefin einer Übergangsregierung bis zu den Neuwahlen ernannt. Sie soll am Freitag ihr Kabinett vorstellen. Tsipras war zurückgetreten, weil er sich als Ergebnis eines neuen Wahlgangs eine stärkere Unterstützung des Volkes für seine Reformpolitik erhofft. Diese Politik ist die Bedingung für neue Milliardenhilfen im Rahmen eines dritten Rettungsprogramms der europäischen Partner.

Von

rtr

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