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24.01.2013

07:41 Uhr

Nach UN-Sanktionen

Nordkorea droht mit neuem Atomwaffentest

Auf neue Sanktionen des UN-Sicherheitsrats wegen eines Raketenstarts reagiert Pjöngjang uneinsichtig. Ein weiterer Atomwaffentest und Raketenstarts sollen folgen. So will das Regime vor allem dem „Erzfeind“ USA drohen.

Nordkorea kündigt neuen Atomwaffentest an

Video: Nordkorea kündigt neuen Atomwaffentest an

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SeoulMit offenen Drohungen gegen die USA hat das kommunistische Nordkorea einen dritten Atomwaffentest und neue Raketenstarts angekündigt. Einen Zeitplan gab die Führung in Pjöngjang dafür nicht an. Der geplante Atomtest und die Starts der Langstreckenraketen würden dem „Erzfeind“ USA gelten, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der Nationalen Verteidigungskommission. Das höchste Entscheidungsgremium des Landes reagierte damit auf den Beschluss des UN-Sicherheitsrats, die Sanktionen wegen seines umstrittenen nordkoreanischen Raketenstarts im Dezember auszuweiten.

„Wir verhehlen nicht, dass die verschiedenen Satelliten- und Langstreckenraketen, die wir weiter starten, sowie der hochgradige Nukleartest, den wir unternehmen werden, gegen unseren Erzfeind USA gerichtet sind“, erklärte die Kommission. Die Resolution des Sicherheitsrats, die auf Initiative der USA verabschiedet worden sei, stelle „die gefährlichste Phase der feindseligen Politik gegen die Volksrepublik dar“.

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Während Pjöngjang feiert, fordert der Rest der Welt harte Sanktionen für den Test.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul bekräftigte, dass Nordkorea jederzeit einen neuen Nukleartest unternehmen könnte. Die Führung in Pjöngjang müsse nur noch die entsprechende Entscheidung dafür treffen. Experten in den USA und Südkorea gehen schon seit längerem davon aus, dass Nordkorea für den dritten Test nach 2006 und 2009 bereits gerüstet ist. Auf die ersten Tests hatte der Weltsicherheitsrat mit verschärften Sanktionen reagiert.

Der US-Sonderbeauftragte für die Nordkorea-Politik, Glyn Davies, appellierte nach Gesprächen mit südkoreanischen Regierungsvertretern in Seoul am Donnerstag an Nordkorea, keinen neuen Atomtest zu unternehmen. „Ob sie testen oder nicht, liegt bei ihnen.“ Es wäre jedoch ein Fehler und eine „verpasste Gelegenheit“, wenn sie es täten, sagte Davies vor Journalisten noch vor Bekanntwerden der neuen Drohungen aus Pjöngjang.

Nordkorea hatte bereits am Mittwoch damit gedroht, sein Atomwaffenarsenal zu vergrößern und die Verhandlungen über sein Atomprogramm zu beenden. Wenige Stunden zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat in New York den Raketenstart vom Dezember verurteilt.

Mit der Stimme des nordkoreanischen Verbündeten China wurden in einer völkerrechtlich bindenden Resolution die Sanktionen gegen Pjöngjang ausgeweitet. So sollen Auslandskonten des nordkoreanischen Komitees für Raumfahrttechnologie, einer Bank sowie von vier Handelsunternehmen eingefroren werden. Zudem dürfen mehrere Personen, die an dem Raketenstart in leitender Position beteiligt waren, nicht mehr ins Ausland reisen.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Harald

24.01.2013, 08:12 Uhr

Aber die USA können ruhig Atomwaffentests durchführen - Das ist in den Medien noch nicht einmal als Randnotiz zu finden!Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

24.01.2013, 09:47 Uhr

Diese Tests führen die USA auf ihrem eigenen Grund und Boden durch. Darüber hinaus droht Nordkorea ständig mit Krieg. Alle im Sicherheitsrat vertretenen Nationen haben jetzt Sanktionen durchgesetzt. Es gab kein Veto. Selbst von den Chinesen nicht. Denen kann ja wohl kaum unterstellt werden, sie seine ein Handlanger Washingtons. Gibt es von ihnen auch nur einen Beleg für ihre Behauptungen?

Rumpelstilzchen

24.01.2013, 10:02 Uhr

Mal sehen wann die Nordkoreaner merken, dass sich für ihren Steinzeitkommunismus niemand mehr interessiert! Nachdem Rußland und China dem Manchester-Kapitalismus anheim gefallen sind, ist der Kommunismus - zumal im kleinen Nordkorea - nur noch ein Papiertiger. Für den "Erzfeind" USA wäre Norkorea nur noch eine strategische Randnotiz, würden sie nicht unsinnigerweise mit ihren Raketen drohen.

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