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23.01.2013

10:42 Uhr

Nach UN-Sanktionen

Nordkorea will mehr Atomwaffen

Der Weltsicherheitsrat verhängt Sanktionen gegen die am Raketenstart in Nordkorea beteiligten Unternehmen und Personen. Pjöngjang fühlt sich provoziert: Das Land will seine atomare Abschreckung ausbauen.

Der Raketentest hat weitere Folgen für Nordkorea. dapd

Der Raketentest hat weitere Folgen für Nordkorea.

Seoul/New YorkNach der Verschärfung von UN-Sanktionen geht Nordkorea erneut auf Konfrontationskurs und droht mit dem Ausbau seines Atomwaffenarsenals. „Wir werden Maßnahmen ergreifen, um unsere defensive Militärmacht zu stärken, einschließlich der nuklearen Abschreckung“, erklärte am Mittwoch das Außenministerium in Pjöngjang.

Zudem kündigte das kommunistische Land an, es werde keine Verhandlungen mehr über sein Atomprogramm geben. Es reagierte damit auch auf die Verurteilung seines Raketenstarts im Dezember durch den Weltsicherheitsrat. Südkorea und die USA erwägen derweil nach Medienberichten zusätzlich eigene Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang.

Wenige Stunden zuvor hatte der Sicherheitsrat in New York mit der Stimme des nordkoreanischen Verbündeten China in einer völkerrechtlich bindenden Resolution die Sanktionen gegen Pjöngjang ausgeweitet. So sollen Auslandskonten des nordkoreanischen Komitees für Raumfahrttechnologie, einer Bank sowie von vier Handelsunternehmen eingefroren werden.

Zudem dürfen mehrere Personen, die an dem Raketenstart in leitender Position beteiligt waren, nicht mehr ins Ausland reisen. Der Rat hatte den Raketenstart vom 12. Dezember bereits zuvor scharf verurteilt, weil er bestehende Resolutionen des Gremiums verletze.

Während Nordkorea von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken spricht, sehen die USA, Südkorea und andere Staaten darin einen verschleierten Waffentest. Mit solchen Starts solle die Entwicklung von Interkontinentalraketen vorangebracht werden, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können, lautet die Kritik.

Die prompte Reaktion Nordkoreas auf den Sanktionsbeschluss wurde in Südkorea auch als Hinweis darauf verstanden, dass das Land schon bald einen neuen Atomwaffentest ausführen könne. Es wäre der dritte - nach 2006 und 2009.

Südkorea begrüßte die neuen Sanktionen gegen den Nachbarn. Nordkorea dürfe nicht vergessen, dass der Sicherheitsrat seine Entschlossenheit zu einer „bedeutenden Handlung“ für den Fall neuer Raketentests oder eines Atomtests geäußert habe, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Kommentare (2)

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kuac

23.01.2013, 11:54 Uhr

Wieso lässt man NK nicht in Ruhe in eigener Saft schmoren? Warum Aufmerksamkeit, Sanktionen usw.? Wenn sie nicht genug zum Essen haben und Massensterben einsetzt, werden sie schon von alleine auf Ausland zugehen. Einmischen jetzt bringt nur neue Forderungen und Kriegsdrohungen.

Account gelöscht!

24.01.2013, 10:13 Uhr

BUHU .. die bösen Nordkoreaner.

Die hochaggressiven USA hocken zwar auf eine Atom-, Chemie- und Biowaffenarsenal, das ausreicht um die Weltbevölkerung 1000 Mal zu grillen, vergiften und verseuchen, aber wen interessiert das schon.

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