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18.07.2017

12:52 Uhr

Nach Unruhen am Tempelberg

Hamas ruft zum Aufstand in Israel auf

In der Nähe des Tempelbergs in Jerusalem ist es in der Nacht zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Palästinensern gekommen. Dabei wurden rund 50 Menschen verletzt. Die Hamas rufen jetzt zu Aufständen auf.

Muslimische Gläubige werden nach dem Attentat am Tempelberg schärfer kontrolliert. dpa

Tempelberg

Muslimische Gläubige werden nach dem Attentat am Tempelberg schärfer kontrolliert.

Tel AvivBei nächtlichen Zusammenstößen mit der Polizei sind in der Nähe des Tempelbergs in Jerusalem rund 50 Palästinenser verletzt worden. 15 davon seien von Geschossen mit Gummimantel getroffen worden, teilte das Rote Kreuz am Dienstag mit. Hintergrund der Unruhen sind verschärfte Sicherheitschecks für muslimische Gläubige am Tempelberg. Die Kontrollen hatte Israel am Sonntag nach einem blutigen Attentat eingeführt.

Der Tempelberg mit der Klagemauer sowie der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom ist eine heilige Stätte für Juden wie auch Muslime. Der Streit um die Besuchsrechte, also wer den Hügel betreten und dort beten darf, hatte schon in der Vergangenheit zu Spannungen und Gewalt geführt.

Die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rief für Mittwoch zu einem „Tag des Zorns“ auf. Auch die Hamas und der Islamische Dschihad haben zu Protesten und Zusammenstößen mit Sicherheitskräften im Westjordanland und im Gazastreifen aufgerufen.

Israel: Heikle Lage auf dem Tempelberg

Israel

Heikle Lage auf dem Tempelberg

Nach dem Attentat vom Freitag ist der Tempelberg in Jerusalem wieder frei –allerdings müssen Gläubige nun durch neu angebrachte Metalldetektoren gehen. Muslimische Gruppen haben zum Boykott aufgerufen.

Der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Ahmed Hussein, kritisierte die Sicherheitsschleusen mit Metall-Detektoren als Veränderung des Status quo. Vertreter der Palästinenser hatten immer wieder die Befürchtung geäußert, Israel wolle nach und nach die Kontrolle über den Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) übernehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte bereits am Freitag betont, dass er den Status quo nicht verändern werde. Bei dem Attentat hatten am Freitag drei israelische Araber zwei israelische Polizisten an einem der Zugänge zum Tempelberg tödlich verletzt. Sie wurden bei dem Anschlag selbst erschossen.

Von

dpa

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