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24.10.2012

08:29 Uhr

Nach US-Wahl

Clinton will ihr Amt niederlegen

Sie wird als „Rockstar-Diplomatin“ gefeiert und ist beliebt wie nie. Nach der Wahl möchte sich Hillary Clinton trotzdem aus der Politik zurückziehen. Die 65-Jährige kann auf eine bewegte Karriere zurückblicken.

Mehr als hundert Länder besuchte Clinton in ihrer Amtszeit. dpa

Mehr als hundert Länder besuchte Clinton in ihrer Amtszeit.

Washington Noch nie war Hillary Clinton in ihrer Heimat so angesehen wie heute. In Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup erreicht die US-Außenministerin einen Beliebtheitswert von 66 Prozent, die "New York Times" feiert die Demokratin als "Rockstar-Diplomatin". Die frühere First Lady, die im Jahr 2008 mit ihrem eigenen Traum vom Weißen Haus am innerparteilichen Konkurrenten Barack Obama scheiterte, wird am Freitag 65 Jahre alt - und steht vor einem Rückzug aus der großen Politik. Clinton will ihr Amt niederlegen, auch wenn Obama noch einmal gewählt wird.

Dem US-Magazin "Marie Claire" sagte Clinton jüngst, sie habe zwei Jahrzehnte auf dem "Hochseil" der nationalen und internationalen Politik verbracht. "Ich möchte jetzt wirklich einfach meine eigene Zeit zurückhaben, ich will einfach ich selbst sein", sagte sie. Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016 erteilte die Noch-Außenministerin erneut eine klare Absage.

Mehr als hundert Länder besuchte Clinton in ihrer Amtszeit. Die Vielfliegerin bemühte sich um bessere Beziehungen zu Russland, polierte nach acht Jahren George W. Bush das Verhältnis zu den alten Verbündeten in Europa auf, ermutigte die Militärjunta in Birma zu einer Öffnung. Nach dem Beginn der Proteste in der arabischen Welt setzte sie sich für mehr Freiheit und Demokratie in der Region ein. Und als eine US-Eliteeinheit im Mai 2011 Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in seinem Versteck in Pakistan tötete, verfolgte Clinton den Einsatz gebannt im Lagezentrum des Weißen Hauses.

Zunächst soll Clinton gezögert haben, den von Obama angebotenen Posten als Außenministerin anzunehmen. Der erste afroamerikanische Präsident hatte in einer erbitterten Vorwahlschlacht ihren Plan durchkreuzt, als erste Frau an der Spitze der USA zu stehen. Trotz der schwierigen Vergangenheit entwickelten die beiden aber eine enge Arbeitsbeziehung.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

24.10.2012, 10:51 Uhr

Hoffentlich!
Und recht bald.
Gott sei dank.

Account gelöscht!

24.10.2012, 11:42 Uhr

Erstens
Das ist keine Nachricht.Hilly hat schon lange gesagt ,dass sie das Amt nur fuer 4 Jahre macht

Zweitens
Kritisieren kann man jede Person.Natuerlich einen Amerikaner/-in zu allererst.Da geh ich ja im Konsenz mit vielen 68ern.
Wieviel Hilly unterwegs war ist schon eine Leistung.Wieviel sie ereicht hat eine andere Sache.
Aber schauen sie sich Conti an oder Madelaine an,haben die mehr erreicht?

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