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03.03.2017

09:24 Uhr

Nach Verbot in Gaggenau

Türkischer Außenminister warnt Deutschland

Außenminister Cavusoglu warnte Deutschland im Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter vor Konsequenzen. Zuletzt untersagte die Stadt Gaggenau dem türkischen Justizminister Bekir Bozdag den Auftritt.

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AnkaraIm Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter hat Außenminister Mevlüt Cavusoglu Deutschland vor Konsequenzen gewarnt. „So kann es nicht weitergehen“, sagte Cavusoglu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag in Ankara an die Adresse Deutschlands. „Wenn Sie mit uns arbeiten wollen, müssen Sie lernen, wie Sie sich uns gegenüber zu verhalten haben.“ Die Türkei werde die Behandlung ansonsten „ohne Zögern mit allen Mitteln“ erwidern. „Dann müssen Sie an die Folgen denken.“ Welche Folgen das sein könnten, sagte er nicht.

Das türkische Volk sei einem „systematischen Druck“ durch Deutschland ausgesetzt, werde sich aber nicht einschüchtern lassen, betonte der Minister. Er forderte eine Behandlung seines Landes auf Augenhöhe. „Sie müssen uns als ebenbürtigen Partner betrachten“, sagte er. „Die Türkei untersteht Ihnen nicht. Sie sind nicht der Chef der Türkei. Sie sind nicht erste Klasse und die Türkei zweite Klasse.“

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Die Beziehungen zwischen Ankara und Berlin sind auf dem Tiefpunkt: Deutsche Kommunen verbieten türkische Wahlkampfauftritte. Türkische Politiker sind empört. Es gab sogar eine Bombendrohung gegen das Rathaus in Gaggenau.

Die Stadt Gaggenau hatte einen für Donnerstagabend geplanten Auftritt des türkischen Justizministers Bekir Bozdag untersagt. Bozdag selber hatte empört auf die Absage reagiert. Er ließ aus Protest ein Treffen mit Bundesjustizminister Heiko Maas in Karlsruhe platzen. Maas wollte mit Bozdag in Karlsruhe über den in der Türkei inhaftierten „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel sprechen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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G. Nampf

03.03.2017, 10:28 Uhr

"Außenminister Cavusoglu warnte Deutschland im Streit um Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter vor Konsequenzen. "

Richtig, es müssen endlich Konsequenzen folgen. Die Konsequenzen, die ich mir für die Türkei erhoffe sind:

- Reisewarnung für die Türkei ( am besten von der EU)

- Abschaffung des Doppelpasses für Türken

- Verbot von DITIB und Ausweisung aller DITIB-Immame ohne deutschen Paß

Leider ist unsere geliebte Kanzlerin politisch so abhängig vom kleinen Sultan am Bosporus, daß nichts davon kommen wird.

Herr Alessandro Grande

03.03.2017, 10:36 Uhr

Cavusoglu, der Außenminister eines Landes ohne wirtschaftliche Bedeutung und einer Konjunktur Richtung NULL soll einfach sein dummes Mundwerk halten und sein eigenes unterbelichtetes Volk nerven, aber nicht uns Deutsche, dieser Kleingeist. Und man kann nur hoffen, dass Merkel endlich einsieht, dass es keinen einzigen Flüchtenden mehr braucht und kein Geld dafür da ist, selbst wenn Erdogan aus Frust die Grenzen öffnet. Denn Europa kann und muss seine Außengrenzen selbst schützen und die Kümmeltürken gehören NICHT zur EU.

Account gelöscht!

03.03.2017, 13:41 Uhr

Die Türken machen sich nicht nur hier im Land immer beliebter.

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