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11.12.2014

23:03 Uhr

Nach Verlängerungsentschluss

Atomgespräche mit Iran gehen weiter

Die Zeit läuft: Bis Juli wollen die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland den zwölf Jahre währenden Atomstreit mit dem Iran beilegen. Die nächste Verhandlungsrunde beginnt am Dienstag im schweizerischen Genf.

Irans Vize-Außenminister Abbas Araqchi verkündet in Teheran, dass die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm am kommenden Mittwoch in Genf fortgesetzt werden AFP

Irans Vize-Außenminister Abbas Araqchi verkündet in Teheran, dass die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm am kommenden Mittwoch in Genf fortgesetzt werden

TeheranDie Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen nach Angaben aus Teheran am kommenden Mittwoch in Genf fortgesetzt werden. Dies teilte der iranische Vize-Außenminister Abbas Araktschi am Donnerstag mit.

Dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland war es nicht gelungen, sich wie geplant bis zum 24. November auf ein dauerhaftes Abkommen zur Beilegung des jahrelangen Streits zu einigen. Sie hatten daher vereinbart, die Verhandlungsfrist bis zum 1. Juli 2015 zu verlängern. Ein neuer Gesprächstermin stand bisher nicht fest.

Die iranischen Atomanlagen

Schwerwasserreaktor in Arak

Eine zentrale Rolle im Atomstreit spielt der geplante Schwerwasserreaktor in Arak, rund 250 Kilometer südwestlich von Teheran. Solche Reaktoren werden mit gewöhnlichem, nicht angereichertem Uran befeuert und mit sogenanntem schwerem Wasser, einer molekularen Variante, gekühlt. Schwerwasserreaktoren sondern als Nebenprodukt mehr Plutonium ab als Reaktoren, die mit gewöhnlichem Wasser gekühlt werden. Plutonium wiederum kann für die Herstellung von Atomwaffen eingesetzt werden.

Der Bau des Reaktors in Arak begann 2004 und ist fast fertig. Ein Datum für die Inbetriebnahme ist jedoch noch nicht bekannt. Der Iran gibt an, die Anlage für die Herstellung von Isotopen für medizinische und industrielle Zwecke nutzen zu wollen. Die UN-Inspektoren haben die Anlage bereits besichtigt. Vor knapp zwei Wochen sagte die Regierung ihnen überdies zu, weitere Kontrollen zu ermöglichen.

Urananreicherungsanlage in Natans

Der Iran betreibt zwei bedeutende Urananreicherungsanlagen. Die älteste und größte befindet sich in Natans, rund 260 Kilometer südwestlich von Teheran. Die Schutzmaßnahmen sind aufwendig: Die Zentrifugen stehen unter der Erde und die Anlage wird von mehreren Luftabwehrgeschützen verteidigt. Seit 2006 drehen sich die Zentrifugen und reichern Uran an. Insgesamt soll der Iran nach UN-Angaben 18.000 Zentrifugen besitzen

Urananreicherungsanlage in Fordo

Die zweite Anlage liegt in Fordo, im bergigen Süden der Hauptstadt Teheran. Die Regierung hielt die Urananreicherungsanlage lange geheim. Erst 2009 wurde ihre Existenz durch ausländische Geheimdienste bekannt. Das Gelände wird von den elitären Revolutionsgarden geschützt. Die UN-Inspektoren haben beide Anlagen in Natans und in Fordo bereits besucht und Systeme für eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung eingerichtet. Der Iran will aber nach eigenen Angaben zehn weitere Anlagen zur Urananreicherung bauen. Details zu den Plänen sind jedoch noch nicht bekannt.

Reaktor Buschehr

Das Kraftwerk Buschehr befindet sich im Südwesten des Landes an der Küste des Persischen Golfs. Das Projekt hatte schon vor der islamischen Revolution 1979 mit deutscher Beteiligung begonnen, später wurde es mit russischer Unterstützung weiter betrieben. 2011 wurde Buschehr als erstes iranisches Atomkraftwerk ans Netz angeschlossen.

Reaktor Teheran

Der wichtigste Forschungsreaktor steht in der iranischen Hauptstadt. Dort werden vor allem Isotope für medizinische Zwecke produziert. Die UN-Experten haben Zugang zu der Anlage.

Reaktoren in Planung

In den kommenden 20 Jahren plant der Iran den Bau mehrerer neuer Reaktoren. Wenige Details sind bekannt. Der meistdiskutierte Vorschlag ist ein Reaktor zur Energiegewinnung in Darchowin in der südwestlichen Provinz Chusestan. Er soll ausschließlich mit iranischer Technologie konstruiert werden. Der Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) versprochen, seine Pläne zu erläutern.

Uranmine Saghand

Die bedeutendste Uranmine des Landes liegt in Saghand in der zentralen Provinz Jasd. Dort lagern die größten iranischen Vorkommen. Die Inspektoren dürfen die Mine betreten.

Uranmine Gachin

Eine kleinere Uranmine liegt am Persischen Golf. Ganz in der Nähe gibt es eine Raffinerie in Bandar Abbas. Seit 2006 wurden hier kleine Mengen von sogenanntem Yellowcake hergestellt. Dabei handelt es sich um ein gelbes, pulverförmiges Material aus Uranverbindungen, aus dem Brennstäbe hergestellt werden.

Uranmine Ardakan

Rund 500 Kilometer südlich von Teheran ist eine Raffinerie zur Produktion von Yellowcake geplant. Sie ist noch nicht in Betrieb.

Militäranlage Parchin

In Parchin südöstlich von Teheran befindet sich ein Militärgelände, auf dem konventionelle Waffen getestet werden. Die IAEA vermutet, dass dort eine unterirdische Anlage existiert, in der Zünder für Atomsprengköpfe getestet worden sein sollen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück. Zwar konnten die Inspektoren den Stützpunkt 2005 besuchen, seither verlangt die IAEA aber erneut Zugang, den sie aber bislang nicht bekam.

Ein dauerhaftes Abkommen soll dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlauben - zugleich aber verhindern, dass die Islamische Republik in kurzer Zeit Atomwaffen entwickelt.

Trotz tagelanger intensiver Verhandlungen war es in Wien nicht gelungen, bis zum 24. November eine Einigung zu erreichen. Nun soll bis März ein Rahmenabkommen ausgehandelt werden, bis zum 1. Juli sollen dann die technischen Einzelheiten geklärt werden. Knackpunkte bleiben der Zeitplan für die Aufhebung der westlichen Sanktionen und das Niveau und der Umfang der Urananreicherung im Iran.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

12.12.2014, 08:13 Uhr

Atomgespräche mit Iran gehen weiter
.....................................

Der braver IRAN reichert weiterhin brav Uran an...

und die ganze Welt verhandelt brav länger und länge mit dem IRAN...

und eines Tages steht in alle Weltliche Zeitungen folgender Titel :

" DEM IRAN IST DAS BAUEN EINER ATOMBOMBE DOCH GELUNGEN ! "

Na dann verhandelt mal brav weiter mit dem Feind von morgen.









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