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09.04.2014

12:35 Uhr

Nach Wahldebakel

Französische Sozialisten bekommen neuen Parteichef

Parteifreunde forderten seine Ablösung, jetzt wechselt Harlem Désir in die Regierung: Die französischen Sozialisten bekommen einen neuen Parteichef. Désir war für harsche Attacken bekannt.

Abschied von der Parteispitze: Harlem Désir, hier nach der großen Wahlschlappe bei den diesjährigen Kommunalwahlen, tritt ein neues Amt an. AFP

Abschied von der Parteispitze: Harlem Désir, hier nach der großen Wahlschlappe bei den diesjährigen Kommunalwahlen, tritt ein neues Amt an.

ParisNach ihrer verheerenden Niederlage bei den Kommunalwahlen bekommen die regierenden Sozialisten in Frankreich einen neuen Parteichef: Der bisherige Vorsitzende der sozialistischen Partei (PS), Harlem Désir, werde zum Staatssekretär in der Regierung ernannt und an der Parteispitze durch den Abgeordneten Jean-Christophe Cambadélis ersetzt, verlautete am Mittwoch übereinstimmend aus Parlamentskreisen.

Désir, der in den 1980er Jahren als Vorsitzender der Anti-Rassismus-Organisation SOS Rassismus für Schlagzeilen gesorgt hatte, war auch intern eine schwache Parteiführung vorgeworfen worden. Nach dem Kommunalwahl-Debakel wurde von manchen offen seine Ablösung verlangt.

Cambadélis war in der Partei bisher für Europa und Internationales zuständig. Er leitet auch den Europa-Wahlkampf der französischen Sozialisten. Er war der Hauptautor jenes umstrittenen Positionspapiers, in dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „egoistische Unnachgiebigkeit“ in der Europapolitik vorgeworfen worden war. Nach harscher Kritik auch aus Berlin war das Papier mit den Attacken gegen die „Sparkanzlerin“ entschärft worden. Cambadélis, der Abgeordneter von Paris ist, war bereits 2012 als Nachfolger der scheidenden Parteichefin Martine Aubry im Gespräch.

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Als Konsequenz aus der schweren Niederlage bei den Kommunalwahlen hat Frankreichs Präsident François Hollande bereits seinen Premierminister ausgetauscht. Der PS-Vorstand kommt am Mittwochabend zusammen. Ein Parteirat ist für den 15. April einberufen.

Von

afp

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