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01.08.2013

16:30 Uhr

Nach Wahlen

Simbabwe droht schwere Krise

Opposition und Bürgerrechtler in Simbabwe bezweifeln schon vor Ende der Stimmenauszählung die Legitimität der Wahlen. Die Anhänger von Präsident Mugabe verkünden dagegen bereits ihren angeblichen Sieg.

Wahl in Simbabwe

Mugabe erklärt sich zum Sieger

Wahl in Simbabwe: Mugabe erklärt sich zum Sieger

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HarareSimbabwe droht in eine neue schwere Krise zu stürzen. Oppositionelle und Bürgerrechtler sprachen am Donnerstag von Manipulation und Betrug bei den Wahlen am Vortag. Die Abstimmung sei „null und nichtig“, meinte Ministerpräsident Morgan Tsvangirai in Harare. Noch während die Auszählung der Stimmen andauerte, mehrten sich die Zeichen für einen massiven Konflikt zwischen Gegnern und Anhängern des Autokraten Robert Mugabe (89).

Ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton appellierte in Brüssel an alle Parteien in Simbabwe, Ruhe zu bewahren, bis die Wahlergebnisse bekannt seien. Die EU hatte in Anerkennung der demokratischen Fortschritte in Simbabwe teilweise die Sanktionen gegen das Land aufgehoben.

Hohe Beteiligung: Friedliche Wahl in Simbabwe

Hohe Beteiligung

Friedliche Wahl in Simbabwe

Simbabwe hat trotz mancher Befürchtungen friedlich gewählt. Der 89-jährige Mugabe glaubt an seine Wiederwahl als Präsident. Die Opposition klagt über Einschüchterung von Wählern und fürchtet Wahlbetrug.

Das Wahlergebnis wird bis zum Wochenende erwartet. Sollte keiner der fünf Präsidentschaftskandidaten eine absolute Mehrheit erzielen, gibt es am 11. September eine Stichwahl.

Mugabes Partei Zanu-PF verkündete kaum verhohlen ihren Sieg. Mugabe, der seit 33 Jahren das Land mit eiserner Hand dominiert, hatte sich schon am Wahltag äußerst siegesgewiss gezeigt. Die Abstimmung sei „fair und frei“ gewesen, sagte sein Parteisprecher Rugare Gumbo.

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