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01.06.2015

14:28 Uhr

Nach Wahlerfolgen

FPÖ sieht sich als „Volkspartei“

Österreichs Rechtspopulisten streben eine Regierungsbeteiligung an: Die FPÖ sieht sich nach Wahlerfolgen auf dem Weg zur „Volkspartei“ und kann sich herbe Seitenhiebe gegen die etablierten Parteien nicht verkneifen.

„Man kann uns nicht mehr aufhalten und schon gar nicht stoppen.“ Reuters

Heinz-Christian Strache

„Man kann uns nicht mehr aufhalten und schon gar nicht stoppen.“

WienDie rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) sieht sich nach ihrem Erfolg bei den Landtagswahlen auf dem Weg zur Großpartei. „Man kann uns nicht mehr aufhalten und schon gar nicht stoppen“, sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Montag. Seine Partei sei auf dem Weg zur „sozialen Volkspartei“. Die FPÖ hatte bei dem Urnengang am Sonntag in der Steiermark und im Burgenland stark zugelegt, während die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) und die Österreichische Volkspartei (ÖVP) deutliche Verluste erlitten.

SPÖ und ÖVP seien gut beraten, ihre Niederlage einzugestehen und die „undemokratische Ausgrenzung gegenüber der FPÖ“ zu beenden, sagte Strache laut der Nachrichtenagentur APA. Die Parteien könnten die Regierungsbeteiligung der FPÖ zwar noch verzögern, „aber spätestens als stärkste, bestimmende Kraft sind wir in einer Regierungsverantwortung nicht mehr aufzuhalten“. Eine Beteiligung an der Regierung werde die FPÖ „demokratiepolitisch erzwingen“, sagte Strache.

Der FPÖ-Chef hält einen Sieg bei der Gemeinderatswahl in Wien im Herbst für möglich, da die Partei in Umfragen derzeit nur noch neun Prozentpunkte hinter der SPÖ liege. „Wer einen Wechsel in Wien will, der kann gar nicht anders, als der Freiheitlichen Partei und mir das Vertrauen zu geben“, sagte Strache. Die rechtspopulistische Partei hatte im Wahlkampf auf Themen wie Asylbewerber gesetzt und bei den Landtagswahlen am Sonntag deutlich zugelegt.

Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stieg die FPÖ in der Steiermark von 10,6 auf 27,1 Prozent. Die SPÖ stürzte dagegen von 38,3 auf 29,2 Prozent ab und auch die ÖVP fiel von 37,2 auf 28,5 Prozent. Im Burgenland legte die FPÖ von neun auf 15 Prozent zu, während die SPÖ von 48,3 auf 41,9 Prozent abrutschte und die ÖVP von 34,6 auf 29,1 Prozent einbrach. Für die beiden großen Volksparteien waren es mit die höchsten Verluste in der Geschichte des Landes.

Von

afp

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