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17.06.2011

15:05 Uhr

Nachbarschaftsvertrag

Deutschland und Polen feiern Partnerschaft als Erfolg

Anlässlich des 20. Jahrestages des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages haben beide Länder die Partnerschaft als Erfolgsgeschichte gewürdigt. Lob erhielt Polen vor allem für seine neue Rolle in der EU.

Guido Westerwelle (l.) und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski. Quelle: dpa

Guido Westerwelle (l.) und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski.

Berlin/WarschauMit dem vor 20 Jahren geschlossenen deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag ist nach Ansicht von Außenminister Guido Westerwelle ein Neuanfang in der Beziehung beider Länder gelungen. Westerwelle sagte am Freitag in Berlin, Deutschland und Polen seien inzwischen auf allen Ebenen zusammen gewachsen. „Wir erleben heute eine deutsch-polnische Nachbarschaft, die eine historisch einzigartige Qualität erreicht hat“, betonte der FDP-Politiker anlässlich des 20. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages.

Dass der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski an diesem Freitag in Berlin zu Gast sind, sei „ein Symbol für das neue Europa, in dem sich Ost und West, Nord und Süd auf gleicher Augenhöhe begegnen“. Westerwelle fügte hinzu, Europa sei erst dann komplett, wenn die Grenzziehungen der Vergangenheit auch in den Köpfen endgültig überwunden seien. „Die Vollendung der inneren Einheit Europas ist ein Kernanliegen meiner Europapolitik“, sagte Westerwelle.

Auch für den polnischen Botschafter in Deutschland, Marek Prawda, und den Osteuropa-Experten und früheren DDR-Außenminister, Markus Meckel, ist der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag von 1991eine Erfolgsgeschichte. Am Freitag sagte der polnische Diplomat im Deutschlandfunk, der am 17. Juni vor 20 Jahren geschlossene Vertrag habe eine Wende in den Beziehungen der beiden Länder gebracht. Meckel sagte der Nachrichtenagentur dapd, der Nachbarschaftsvertrag sowie der zuvor ausgehandelte Grenzvertrag hätten eine „wichtige Grundlage“ für die gute Entwicklung zwischen beiden Staaten gelegt.

Nach Ansicht Prawdas sind Deutschland und Polen seit einigen Jahren in eine Phase der „gereiften Partnerschaft“ eingetreten. Polen und Deutschland könnten sicherlich einen Mehrwert in Europa schaffen. Vor 20 Jahren habe es hingegen noch viele Unsicherheitsfaktoren gegeben, etwa die Existenz der Sowjetunion. „Wir sind heute viel weiter, wir sind Mitglieder derselben internationalen Strukturen, wir sind damit auch Teil derselben Wertegemeinschaft.“

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