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18.05.2017

19:40 Uhr

Nafta-Abkommen

USA setzen Neuverhandlungen in Gang

Das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta soll neu verhandelt werden. Dies war eine der Wahlkampfankündigungen Donald Trumps. Trump sieht die USA im aktuellen Abkommen aufgrund massiver Importe benachteiligt.

Der amerikanische Präsident will das Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada neu verhandeln. AP

Donald Trump

Der amerikanische Präsident will das Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada neu verhandeln.

WashingtonDie USA streben eine Neuverhandlung des nordamerikanischen Handelsabkommens Nafta mit Mexiko und Kanada an. Eine entsprechende Mitteilung sandte der Handelsbeauftragte der Regierung von Präsident Donald Trump, Robert Lighthizer, am Donnerstag an die zuständigen Gremien im US-Senat und Repräsentantenhaus.

Damit ist der formale Prozess für Neuverhandlungen angestoßen. Die Gespräche mit Kanada und Mexiko sollen nicht vor Ablauf von 90 Tagen beginnen. Bis dahin wolle sich das Weiße Haus intensiv mit dem Kongress über die Verhandlungspositionen verständigen.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf und in seinen ersten Wochen als Präsident angekündigt, das Abkommen neu verhandeln zu wollen. Trump hatte den Pakt als „schlechtesten Handelsdeal“ bezeichnet. Später hatte er seine Position jedoch etwas abgemildert.

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Im Wahlkampf bezeichnete Donald Trump das Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko als Desaster. Trump will notfalls wieder Zölle einführen dürfen.

Mexiko hatte sich bereits grundsätzlich zu Verhandlungen bereiterklärt. Jedoch hatte Außenminister Luis Videgaray auch deutlich gemacht, dass sein Land keinem Abkommen zustimmen werde, das nachteilig für Mexiko sei.

US-Präsident Trump brennt auf den Nägeln, dass die USA deutlich mehr aus Mexiko importieren, als sie in das südliche Nachbarland ausführen. Er vermutet, dass dies Arbeitsplätze in den USA vernichtet. Mexiko ist jedoch auch einer der großen Abnehmer für die Produkte der Maisbauern in den USA. Auch mit Kanada haben die USA Streit, etwa um die Einfuhren von Bauholz.

Von

dpa

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