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21.01.2011

20:54 Uhr

Naher Osten

Libanon steuert auf neue Konfrontation zu

Der entmachtete Ministerpräsident Saad Hariri hält trotz massiver Anfeindungen seiner früheren Koalitionspartner an seinem Amt fest. Die Hisbollah will ihn dagegen unbedingt loswerden.

dpa BEIRUT. Im Libanon droht eine erneute Eskalation der politischen Auseinandersetzungen. Der entmachtete Ministerpräsident Saad Hariri (40) hält trotz massiver Anfeindungen seiner früheren Koalitionspartner an seinem Amt fest. Die mit dem Iran und mit Syrien verbündete Schiiten-Bewegung Hisbollah, die Hariris Regierung am 12. Januar durch den Abzug ihrer Minister gestürzt hatte, will ihn dagegen unbedingt loswerden. Die islamistische Hisbollah, deren Miliz schlagkräftiger ist als die nationale Armee, droht damit, die Auseinandersetzung vom Parlament auf die Straße zu verlegen. Die Konsultationen für die Wahl des Ministerpräsidenten sollen am Montag beginnen.

Eine dramatische Wende vollzog am Freitag Hariris ehemaliger Verbündeter Walid Dschumblatt, dem ein großer Teil der Angehörigen der Minderheit der Drusen folgt. Er sagte, die Mitglieder seiner Progressiven Sozialistischen Partei wollten nächste Woche gegen Hariri und mit der Opposition stimmen. "Ich gebe bekannt, dass ich auf der Seite des Widerstandes (gegen Israel - gemeint ist die Hisbollah) und auf der Seite Syriens stehen werde", sagte er.

Gleichzeitig stellte er sich gegen das UN-Tribunal für die Aufklärung des Attentates auf den früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri.

Der Hisbollah geht es darum, die Kooperation der Regierung mit dem UN-Tribunal zu beenden. Saad Hariri, einer der Söhne des Ermordeten, besteht jedoch darauf, dass das Verbrechen aufgeklärt wird. Bei dem Anschlag sollen Hisbollah-Mitglieder, syrische Funktionäre und iranische Politiker die Strippen gezogen haben.

"Wir - die Zukunftsbewegung und ihre Verbündeten - werden an meiner Kandidatur für das Amt des Ministerpräsidenten festhalten", erklärte Hariri am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. Libanesische Medien berichteten am Freitag unter Berufung auf mehrere Politiker des Hisbollah-Lagers, die Opposition wolle den 76 Jahre alten Ex-Ministerpräsidenten Omar Karami für das Amt vorschlagen. Dieser Vorschlag wird von einigen Beobachtern als Provokation verstanden.

Der als pro-syrisch geltende Karami war schon zweimal ohne großen Erfolg Ministerpräsident gewesen, von 1990 bis 1992 und von 2004 bis 2005. Der Anschlag auf Rafik Hariri wurde während Karamis zweiter Amtszeit verübt.

Kommentare (6)

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Tom

22.01.2011, 10:53 Uhr

Der Hisbollah geht es darum, die Kooperation der Regierung mit dem UN-Tribunal zu beenden.
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Ja Klar ,
welchen Hintergrund hat das ?

Russland schenkt dem Libanon Waffen
Mittwoch, 17. November 2010


Russland wird der libanesischen Armee Waffen und anderes Kriegsmaterial schenken, um die Armee zu stärken, teilte der russische Premierminister Vladimir Putin dem libanesischen Premier Sa’ad Hariri kürzlich mit. Die Schenkung beinhaltet sechs Mi-24 Kampfhelikopter, 31 T-72 Panzer, 36 130-mm Artilleriegeschütze und 500.000 Schuss Munition. Libanon verfügt über keine intakte Luftwaffe, zur Verfügung stehen lediglich einige Helikopter und britische Flugzeuge aus den 50ern. Russland plant, Fachpersonal in den Libanon schicken, das die dortige Armee in den Umgang mit den Waffen, Helikoptern und Panzern einweisen soll. Der russische Präsident Dmitry Medvedev, der israel im kommenden Januar erstmals besuchen wird, hat diese Kriegsgeschenke in Koordination mit Syrien durchgeführt. Russlands Entscheidung folgt der Zusage der USA, dem libanesischen Militär 100 Mio. Dollar zukommen zu lassen. Russland scheint sich bislang keine Gedanken darüber gemacht zu haben, dass die Waffen leicht in die Hände der Hisbollah gelangen können.
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Die Unterweisung in der doch recht Modernen Waffentechnik dürfte abgeschlossen sein .
Nun wollen die Libanesen zeigen was sie können , gegen israel !

Tom

22.01.2011, 19:26 Uhr

Der Hisbollah geht es darum, die Kooperation der Regierung mit dem UN-Tribunal zu beenden.
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Ja Klar ,
welchen Hintergrund hat das ?

Russland schenkt dem Libanon Waffen
Mittwoch, 17. November 2010


Russland wird der libanesischen Armee Waffen und anderes Kriegsmaterial schenken, um die Armee zu stärken, teilte der russische Premierminister Vladimir Putin dem libanesischen Premier Sa’ad Hariri kürzlich mit. Die Schenkung beinhaltet sechs Mi-24 Kampfhelikopter, 31 T-72 Panzer, 36 130-mm Artilleriegeschütze und 500.000 Schuss Munition. Libanon verfügt über keine intakte Luftwaffe, zur Verfügung stehen lediglich einige Helikopter und britische Flugzeuge aus den 50ern. Russland plant, Fachpersonal in den Libanon schicken, das die dortige Armee in den Umgang mit den Waffen, Helikoptern und Panzern einweisen soll. Der russische Präsident Dmitry Medvedev, der israel im kommenden Januar erstmals besuchen wird, hat diese Kriegsgeschenke in Koordination mit Syrien durchgeführt. Russlands Entscheidung folgt der Zusage der USA, dem libanesischen Militär 100 Mio. Dollar zukommen zu lassen. Russland scheint sich bislang keine Gedanken darüber gemacht zu haben, dass die Waffen leicht in die Hände der Hisbollah gelangen können.
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Die Unterweisung in der doch recht Modernen Waffentechnik dürfte abgeschlossen sein .
Nun wollen die Libanesen zeigen was sie können , gegen israel !

Tom

23.01.2011, 07:24 Uhr

Der Hisbollah geht es darum, die Kooperation der Regierung mit dem UN-Tribunal zu beenden.
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Ja Klar ,
welchen Hintergrund hat das ?

Russland schenkt dem Libanon Waffen
Mittwoch, 17. November 2010


Russland wird der libanesischen Armee Waffen und anderes Kriegsmaterial schenken, um die Armee zu stärken, teilte der russische Premierminister Vladimir Putin dem libanesischen Premier Sa’ad Hariri kürzlich mit. Die Schenkung beinhaltet sechs Mi-24 Kampfhelikopter, 31 T-72 Panzer, 36 130-mm Artilleriegeschütze und 500.000 Schuss Munition. Libanon verfügt über keine intakte Luftwaffe, zur Verfügung stehen lediglich einige Helikopter und britische Flugzeuge aus den 50ern. Russland plant, Fachpersonal in den Libanon schicken, das die dortige Armee in den Umgang mit den Waffen, Helikoptern und Panzern einweisen soll. Der russische Präsident Dmitry Medvedev, der israel im kommenden Januar erstmals besuchen wird, hat diese Kriegsgeschenke in Koordination mit Syrien durchgeführt. Russlands Entscheidung folgt der Zusage der USA, dem libanesischen Militär 100 Mio. Dollar zukommen zu lassen. Russland scheint sich bislang keine Gedanken darüber gemacht zu haben, dass die Waffen leicht in die Hände der Hisbollah gelangen können.
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Die Unterweisung in der doch recht Modernen Waffentechnik dürfte abgeschlossen sein .
Nun wollen die Libanesen zeigen was sie können , gegen israel !

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