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30.01.2007

08:53 Uhr

Nahost

Israel hält sich nach Eilat-Anschlag zurück

Die israelische Führung hat sich gegen den Rat der Armee dazu entschlossen, vorerst auf Vergeltung für den palästinensischen Selbstmordanschlag in Eilat zu verzichten. Zwar gab es einen Angriff am Rande des Gazastreifens, der aber nur eine „tickende Bombe“ stoppen sollte.

HB JERUSALEM. Der israelische Rundfunk meldete am Dienstag, die Staatsführung wolle die Waffenruhe im Gazastreifen nicht mit Militärschlägen gefährden. Ein Angriff auf einen Tunnel in der Nähe des Grenzübergangs Karni am Dienstag stehe nicht in Verbindung mit dem Anschlag. Nach Angaben der Armee wollten militante Palästinenser durch den Tunnel Attentäter aus dem Gazastreifen nach Israel einschleusen.

Ein 21-jähriger Selbstmordattentäter von der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad hatte am Montag in einer Bäckerei in der Tourismushochburg Eilat drei Israelis im Alter von 26 bis 32 getötet. Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez erklärte, Israel werde zum angemessenen Zeitpunkt auf den Bombenanschlag reagieren.

Im Gazastreifen herrschte unterdessen am Dienstagmorgen angespannte Ruhe. Die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah hatten sich am späten Montag unter ägyptischer Vermittlung auf eine Feuerpause verständigt. Hamas und die Fatah hatten bereits mehrmals Feuerpausen vereinbart, die sich bisher aber immer als kurzlebig erwiesen.

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