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25.07.2014

12:24 Uhr

Nahost-Konflikt

Hamas feuert neue Raketen auf Flughafen Tel Aviv

Die Hamas hat nach eigenem Bekunden drei Raketen auf den Ben-Gurion-Flughafen nahe Tel Aviv abgefeuert. Die Raketen seien abgefangen worden, so die israelische Armee. Die Hamas feiert trotzdem einen Sieg.

Der Ben-Gurion-Flughafen nahe Tel Aviv: Der bewaffnete Arm der Hamas starteten die Raketen nach ihren Angaben um 11.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ). dpa

Der Ben-Gurion-Flughafen nahe Tel Aviv: Der bewaffnete Arm der Hamas starteten die Raketen nach ihren Angaben um 11.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ).

GazaDie radikalislamische Hamas hat nach eigenen Angaben am Freitag drei Raketen auf den Ben-Gurion-Flughafen nahe der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv abgefeuert. Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, starteten die Raketen vom Typ M75 nach ihren Angaben um 11.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ).

Die israelische Armee erklärte, es habe einen Angriff gegeben, zwei Raketen seien „über Tel Aviv“ abgefangen worden. Mehrere Fluggesellschaften setzten in den vergangenen Tagen aus Sicherheitsgründen ihre Flüge Richtung Tel Aviv aus. Am Freitag wurde der Stopp von der Lufthansa-Gruppe verlängert, so dass Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines Tel Aviv derzeit nicht anfliegen. Die Hamas bezeichnet das Flugverbot als „großen Sieg“.

Raketen verschiedener Reichweite im Gazastreifen

Insgesamt 10.000 Raketen

Militante Palästinenser im Gazastreifen sind nach Informationen der israelischen Armee im Besitz von etwa 10.000 Raketen mit verschiedenen Reichweiten. Die Geschosse lagerten in unterirdischen Tunneln oder seien in Wohngebäuden, Schulen und Kindergärten untergebracht. Damit sollen Angriffe erschwert und verhindert werden. Eines der Ziele der israelischen Bodenoffensive ist es, unterirdische Raketenabschussrampen in dem Palästinensergebiet zu zerstören.

Iranische Fadschr-Raketen

Bei dem Hamas-Arsenal handelt sich den Informationen zufolge vor allem um iranische Fadschr-Raketen, die eine Reichweite von etwa 80 Kilometern hätten.

Mittelschtreckenraketen

Weitere Raketen können aber auch den Norden Israels erreichen: Nach Militärinformationen befinden sich im Gazastreifen auch mehrere hundert Mittelstreckenraketen vom Typ M-302. Diese würden in Syrien gefertigt und flögen bis zu 160 Kilometer weit.

Schmuggel im Auftrag des Irans

Im Auftrag des Irans würden die Raketen in den Gazastreifen verschifft oder über den Sinai geschmuggelt. Erst im März hatten israelische Einheiten vor Sudan ein Schiff gestoppt, das offenbar Raketen vom Typ M-302 geladen hatte.

Raketenangriff in Tel Aviv

Nach eigenen Angaben hat die Hamas seit Beginn des Schlagabtauschs mit Israel den Großraum Tel Aviv täglich mit Raketen des Typs M-75 angegriffen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte am Dienstag ein Flugverbot für Maschinen nach Tel Aviv verhängt. Grund war eine Rakete aus dem Gazastreifen, die nahe dem Flughafen eingeschlagen war. Die israelische Regierung reagierte verärgert auf die Maßnahmen und setzte sich für eine sofortige Aufhebung des Verbots ein. Die FAA und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hoben ihre Warnungen am Donnerstag wieder auf.

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afp

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