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14.08.2013

17:20 Uhr

Nahost-Konflikt

Israel und Palästina nehmen Verhandlungen wieder auf

Es ist der vierte Versuch in 13 Jahren, zwischen Israelis und Palästinensern Frieden herzustellen. Doch nie zuvor war die Situation so aussichtslos wie dieses Mal. Israel fürchtet den Einfluss der erstarkten Islamisten.

Palästinenser demonstrieren Ende Juli für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Israel: Nach fünf Monaten verhandeln Israelis und Palästinenser nun auf Spitzenebene erneut über eine Zweistaatenlösung. ap

Palästinenser demonstrieren Ende Juli für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Israel: Nach fünf Monaten verhandeln Israelis und Palästinenser nun auf Spitzenebene erneut über eine Zweistaatenlösung.

JerusalemDas Bild ist bekannt: Es sind dieselben Verhandlungsführer, dieselben Themen, derselbe Tagungsort, wenn am Mittwoch die ersten direkten Gespräche über eine einvernehmliche Grenzziehung zwischen Israel und den Palästinensern beginnen. Es wird der vierte Versuch in 13 Jahren sein, und die Vorzeichen sind bei diesem Mal eher schlechter als je zuvor.

Seit die bisher letzten direkten Verhandlungen auf Spitzenebene 2010 scheiterten, haben mindestens 40.000 Israelis neue Siedlungen auf dem Land errichtet, das die Palästinenser beanspruchen. Das macht eine Aufteilung nicht einfacher. Außerdem hat sich im Zuge des Arabischen Frühlings rund um Israel der Einfluss der Islamisten verstärkt. Der Umstand ruft in Israel diejenigen auf den Plan, die den Palästinensern noch eisernere Sicherheitsversprechen abverlangen wollen als bisher.

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Israel hat 26 palästinensische Langzeithäftlinge freigelassen – eigentlich ein positives Signal vor neuen Friedensgesprächen. Wäre da nicht der Streit um weitere Siedlungsbauprojekte und ein nächtlicher Raketenangriff.

Überschattet wurde der von US-Außenminister John Kerry vermittelte Neubeginn der Verhandlungen durch Israels jüngste Ankündigung, an den Plänen für den Neubau von 3000 weiteren Häusern für jüdische Siedler im Westjordanland festzuhalten. „Das ist nicht nur eine absichtliche Sabotage der Verhandlungen, es verhindert auch jedweden Erfolg“, wettert die ehemalige palästinensische Politikerin und Intellektuelle Hanan Aschrawi. Israel benutze die Verhandlung als Deckmantel und als „Freibrief, um Land zu stehlen“, sagt sie. Israel verteidigt dagegen die Siedlungspläne: „Die autorisierten Neubauten verändern in keiner Weise die Grenzen des Friedensplans“, sagt der Regierungssprecher Mark Regev.

Kommentare (1)

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14.08.2013, 17:38 Uhr

In den Nachrichten im TV haben wir heute Demonstrationen der Hamas gesehen , sie forderten Abbas auf , sofort die Verhandlungen mit den Israelis zu beenden , Abbas würde nicht für alle Palästinenser Sprechen und die , die er nicht vertritt wollen keine Verhandlungen mit Israel , das sollen immerhin die hälfte aller Palästinenser sein .

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