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31.08.2013

11:09 Uhr

Nahost

Syrer erwarten baldigen Angriff

Die UN-Inspektoren sind auf dem Rückweg, doch noch hat Washington nicht über einen Militärschlag gegen Syrien entschieden. Die syrische Führung erwartet westliche Angriffe „jeden Moment“ – und sei zur Vergeltung bereit.

Syriens Präsident President Bashar Assad (R) inspiziert eine Einheit der syrischen Armee in Damaskus. Das Militär sei einsatzbereit auch Angriffe aus dem Westen abzuwehren, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. dpa

Syriens Präsident President Bashar Assad (R) inspiziert eine Einheit der syrischen Armee in Damaskus. Das Militär sei einsatzbereit auch Angriffe aus dem Westen abzuwehren, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte.

Washington/ DamaskusDas Expertenteam der Vereinten Nationen hat seine viertägige Untersuchung des Giftgas-Einsatzes in Syrien vor Ort beendet und das Land verlassen. Augenzeugen zufolge kamen die Inspektoren am Samstagmorgen auf dem Internationalen Flughafen in Beirut an. Zuvor hatte das Team die Grenze von Syrien in den Libanon passiert.

Das Ergebnis des UN-Berichts gilt als ausschlaggebend für das weitere Vorgehen der internationalen Gemeinschaft. UN-Diplomaten rechnen damit, dass die Auswertung der Untersuchungen bis zu zwei Wochen dauern könnte.

Nach der Ausreise der Chemiewaffenexperten der Vereinten Nationen rechnet die syrische Führung mit einem baldigen Angriff westlicher Truppen auf das Land. Der Beginn des Einsatzes werde „jeden Moment“ erwartet, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. „Wir sind auch jederzeit zur Vergeltung bereit“, fügte er hinzu.

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Die USA und Frankreich drängen auf eine Militärintervention in Syrien und berufen sich auf Informationen der US-Geheimdienste, wonach die syrische Führung für die mutmaßliche Giftgasattacke bei Damaskus am 21. August verantwortlich ist. Dabei seien mehr als 1400 Menschen getötet worden. Damaskus wies die von Washington präsentierten „klaren und schlüssigen Beweise“ in der Nacht zum Samstag als „Lügengespinste und Fabrikationen“ zurück. US-Präsident Barack Obama sagte, er erwäge eine „begrenzte“ Militäraktion ohne Bodentruppen.

Er habe sich noch nicht entschieden, erwäge aber eine „begrenzte und eingeschränkte“ militärische Reaktion allerdings ohne den Einsatz von Bodentruppen, sagte Präsident Barack Obama am Freitag in Washington. Einen Zeitrahmen nannte er nicht. Die US-Marine verlegte mittlerweile ein sechstes Kriegsschiff ins östliche Mittelmeer. Die syrische Regierung wies die Vorwürfe abermals zurück.

„Wir können eine Welt nicht akzeptieren, in der Frauen und Kinder und unschuldige Zivilisten in solch schrecklichem Ausmaß mit Gas getötet werden“, sagte Obama. Niemand sei „kriegsmüder“ als er selbst, sagte Obama. Aber wenn es keine Reaktion gebe, sende das ein falsches Signal. Der Giftgas-Angriff bedrohe nicht nur US-Sicherheitsinteressen sondern auch die von Verbündeten wie Israel, der Türkei und Jordanien.

Kommentare (32)

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leser

31.08.2013, 09:50 Uhr

Die Obama-Administration scheint in der Falle zu stecken, die sie sich selbst gestellt hatte mit "the red thin line".

Wünschen wir alle den Menschen in Syrien, dass sich Obama nicht instrumentalisieren läßt: nichteinmal von sich selbst.

Account gelöscht!

31.08.2013, 10:09 Uhr

Nach über 2 jahren Krieg in Syrien und 100 000 Tausend Toten
davon viele Kinder und brutalster Gewalt, ist es zu spät
um mit ein paar Raketen etwas zu ändern.

Die Weltgemeinschaft hat versagt und man muss sich fragen ob man die UN nicht abschaffen sollte. Auf ihr Konto gehen die vielen Toten.

Weiterhin müssen im Sicherheitsrat die Vetos abgeschafft werden, die sind kontraprouktiv und stellen den Sicherheitsrat auch in Frage. Deutschland sollte sich ganz raushalten, die ständigen Patzer und versteckte Großmannssucht Deutscher Politiker von Links bis Rechts
ist ja widerlich.

Aber eines ist sicher, wenn es keinen Flächenbrand nach einen US Angriff geben sollte, dann wird Israel allein
die Rechnungen bezahlen. Dann haben auch die Konseqenten bei uns mit Schuld.

Manfred

31.08.2013, 10:14 Uhr

Ja, lassen wir den Mörder weiter sein Unwesen treiben. DE hatte mehr Glück das USA nach dem 2.WK geholfen hat. Vielleicht helfe die Worte von Mekel, Steinbrueck dieses Elend zu beenden.
Warum geht in DE keiner auf die Strasse? Aber großkotzige Sprueche gegen USA hier loslassen. Ekelhaft.
Nur der Ordnung halber, bin gegen ausspionieren/abhören von Telefon und Mails durch USA.

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