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13.08.2014

12:40 Uhr

Nahostkonflikt

Journalisten in Gaza getötet

Blindgänger tötet Menschen im Gazastreifen: Zwei Journalisten sind von einer Bombe getötet worden. Das Geschoss war beim Aufprall nicht detoniert und explodierte erst Tage später in einem Wohnviertel.

Ein ausländischer Journalist im Gazastreifen. AFP

Ein ausländischer Journalist im Gazastreifen.

GazaBei der Explosion eines israelischen Blindgängers im Norden des Gazastreifens sind am Mittwoch sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Journalisten. Unter den Toten seien ein italienischer Fotojournalist und ein palästinensischer Journalist, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Gaza, Aschraf al-Kidra, mit.

Das Geschoss war den Angaben zufolge von der israelischen Armee bereits vor Inkrafttreten einer Waffenruhe vor einigen Tagen auf ein Wohnviertel abgefeuert worden, aber beim Aufprall nicht detoniert.

Zahlen zum Gaza-Krieg

Dauer

Der israelische Militäreinsatz dauerte bislang 29 Tage.

Opfer

Dem Gesundheitsministerium in Gaza zufolge starben dabei 1867 Palästinenser. Darunter seien 429 Kinder. 9563 Menschen wurden demnach verletzt.

Israelische Opfer

Drei Zivilisten wurden in Israel bei Raketen- oder Mörserangriffen getötet. 640 Israelis wurden laut dem Ambulanzdienst Magen David Adom medizinisch behandelt, davon 469 wegen Schocks.

Zerstörung

485 000 Palästinenser mussten ihre Häuser verlassen, schätzen die Vereinten Nationen. Sie rechnen, dass 10 690 Häuser zerstört oder schwer beschädigt wurden.
270 000 Menschen kamen in UN-Schulen unter.

Versorgungslage

1,5 Millionen Menschen haben nach UN-Angaben keinen oder nur sehr begrenzten Zugang zu Wasser.

Soldaten

Auf israelischer Seite starben nach Militärangaben 64 Soldaten. Einige hundert trugen Verletzungen davon.

Bilanz

Die israelische Armee griff 4800 Ziele im Gazastreifen an. Laut israelischem Militär feuerten militante Palästinenser 3356 Raketen auf Israel ab.
578 wurden von der Raketenabwehr abgefangen. 130 Raketen seien innerhalb des Gazastreifens eingeschlagen.

Ein Sprecher des Innenministeriums teilte mit, Sprengstoffexperten der Polizei hätten versucht, die israelische Rakete aus einem dicht bewohnten Viertel in ein offenes Gebiet zu transportierten. Dort sollte sie dann kontrolliert gesprengt werden. Das Geschoss sei dann jedoch plötzlich explodiert. Dabei sei auch der Kommandeur der Polizei-Einheit ums Leben gekommen.

Von

dpa

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