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23.11.2016

14:29 Uhr

Nation der „freien Welt“

Dalai Lama macht sich „keine Sorgen“ über Trump

Der 81-jährige Dalai Lama macht sich über den zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump „keine Sorgen“. Das geistliche Oberhaupt erwarte vielmehr von Trump eine Politik, die an die globale Realität angepasst werde.

Trumps Wahlkampfsäußerungen lösten keine Bedenken bei dem geistlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten aus. AFP; Files; Francois Guillot

Dalai Lama

Trumps Wahlkampfsäußerungen lösten keine Bedenken bei dem geistlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten aus.

Ulan BatorDer Dalai Lama nimmt die baldige Präsidentschaft Donald Trumps mit Gelassenheit auf. Er mache sich „keine Sorgen“ über die Wahl Trumps, erklärte das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten am Mittwoch zum Abschluss eines viertägigen Besuchs in der Mongolei. Vielmehr erwarte er, dass der künftige US-Präsident seine Politik den globalen Realitäten anpassen werde.

Die USA habe er schon immer als die führende Nation der „freien Welt“ angesehen, sagte der Dalai Lama. Trumps Wahlkampfäußerungen lösten daher bei ihm keine Bedenken aus.

Der Dalai Lama brachte zudem ein mögliches Treffen mit Trump nach dessen Vereidigung am 20. Januar ins Spiel. Auf die Begegnung freue er sich schon, sagte der 81-jährige Mönch.

Der Mongolei-Besuch des Dalai Lamas war auf heftigen Protest Chinas gestoßen. Peking hatte die Regierung in Ulan Bator aufgefordert, die Visite abzusagen.

Tibet verstand sich lange als kulturell und politisch eigenständig und bestimmte 1950 den Dalai Lama zum Regierungschef. Das kommunistische China betrachtet das Gebiet jedoch als Teil der Volksrepublik und beherrscht es seit 1951. Nach einem gescheiterten Aufstand floh der Dalai Lama 1959 ins indische Exil. 2011 gab der Friedensnobelpreisträger sein politisches Amt ab, um sich auf seine Rolle als spiritueller Führer zu konzentrieren.

Von

ap

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