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07.03.2016

19:35 Uhr

Nato-Einsatz

Flagschiff „Bonn“ startet Ortung von Flüchtlingen in der Ägäis

Der deutsche Versorger „Bonn“ ist das Flagschiff des Nato-Verbandes und soll Flüchtlingsboote zwischen der Türkei und Griechenland orten. Laut Verteidigungsministerium hat es jetzt mit seiner Mission begonnen.

Der Einsatzgruppenversorger (EGV) „Bonn“ der Bundesmarine: Grünes Licht für Operation. dpa

Einsatzgruppenversorger „Bonn“

Der Einsatzgruppenversorger (EGV) „Bonn“ der Bundesmarine: Grünes Licht für Operation.

BerlinDer Nato-Einsatz zur Ortung von Flüchtlingsbooten in der Ägäis ist am Montag angelaufen. Das Flaggschiff des Nato-Verbandes, der deutsche Versorger „Bonn“, sei am späten Nachmittag erstmals in das Einsatzgebiet zwischen dem türkischen Festland und der nahe gelegenen griechischen Insel Lesbos eingefahren, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Am Sonntag hatten sich die Türkei und Griechenland nach längeren Diskussionen auf das Operationsgebiet verständigt und grünes Licht für den Einsatz der Schiffe der Militärallianz dort gegeben. Die Überfahrt vom türkischen Festland zu der unweit der Küste liegenden Insel Lesbos ist eine der wichtigsten Routen für Flüchtlinge und Migranten auf dem Weg nach Europa.

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Die Schiffe der Nato sollen ablegende Flüchtlingsboote der türkischen Küstenwache melden, damit diese sie stoppt. Der Verband hatte der Küstenwache schon in den vergangenen Tagen Boote mit Migranten und Flüchtlingen gemeldet, konnte bislang aber wegen Unstimmigkeiten zwischen der Türkei und Griechenland nicht in das Hauptoperationsgebiet einfahren. Dadurch verzögerte sich der Beginn des eigentlichen Einsatzes. Die Türkei und Griechenland sind zwar beide Mitglieder der Nato, aber verfeindet, was die Kooperation massiv behindert. Die Mission spielt auch eine Rolle für den EU-Türkei-Gipfel in Brüssel, bei dem es um den weiteren Umgang mit der Flüchtlingskrise geht.

Von

rtr

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