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29.06.2017

10:27 Uhr

Nato-Generalsekretär Stoltenberg

„Werden Präsenz in Afghanistan erhöhen“

Die Nato will wieder mehr Soldaten in Afghanistan stationieren - denn die radikalislamischen Taliban sind wiedererstarkt. 15 Länder haben ihre Unterstützung zur Truppenverstärkung im Krisenland bereits zugesagt.

Der Nato-Generalsekretär erwartet noch weitere Unterstützung zur Sicherung der Lage in Afghanistan. Reuters

Jens Stoltenberg

Der Nato-Generalsekretär erwartet noch weitere Unterstützung zur Sicherung der Lage in Afghanistan.

BrüsselDie Nato will wieder mehr Soldaten nach Afghanistan schicken. „Ich kann heute bestätigen, dass wir unsere Präsenz in Afghanistan erhöhen werden“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg vor dem Verteidigungsministertreffen am Donnerstag in Brüssel. 15 Länder hätten bereits eine Verstärkung der aktuellen Ausbildungsmission zugesagt. „Ich erwarte weitere Ankündigungen.“

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, Großbritannien wolle seine bisherige Truppenstärke von 500 Soldaten um etwas mehr als 100 aufstocken. Deutschland kann bis zu 980 Soldaten entsenden und hat diese vom Bundestag vorgesehene Obergrenze schon weitgehend ausgeschöpft. Stoltenberg ging nicht davon aus, dass auch die USA bei dem Treffen konkrete Zahlen nennen werden.

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Die desaströse Lage in Afghanistan zwingt die Nato zum Handeln. Um ein weiteres Erstarken radikaler Islamisten zu verhindern, will das Bündnis jetzt zusätzliche Soldaten schicken – trotz Warnungen.

Hintergrund ist das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban in Afghanistan. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich seit dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes Ende 2014 drastisch verschlechtert. Dieser war gestartet worden, nachdem am 11. September 2001 Al-Kaida-Terroristen die USA angegriffen hatten.

Nach Angaben aus Kreisen des Verteidigungsbündnisses sollen sich künftig rund 15.800 Soldaten an dem Einsatz zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligen. Zuletzt standen lediglich etwas mehr als 12.000 Soldaten zur Verfügung.

Von

dpa

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