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12.05.2011

23:16 Uhr

NATO

Sorge über ungleiche technische Möglichkeiten

Der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich besorgt über ungleiche technische Möglichkeiten der Bündnispartner gezeigt. Vorallem die USA verfüge über eine bessere Technik als andere Bündnispartner.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Quelle: dpa

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

WashingtonNATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat vor einem wachsenden Ungleichgewicht bei den technischen Möglichkeiten der Bündnispartner gewarnt. Der Libyen-Einsatz der NATO habe deutlich gemacht, dass ein immer größerer Unterschied bestehe zwischen der Technik der US-Streitkräfte und der, über die andere Bündnispartner verfügten, sagte Rasmussen am Donnerstag in Washington.

Die USA rief er auf, den übrigen Mitgliedern der Militärallianz mehr topaktuelle Technik zur Verfügung zu stellen. Ein Teil der Luftangriffe in Libyen wäre ohne amerikanische Technik nicht möglich gewesen, erklärte der NATO-Generalsekretär mit Blick auf Drohnen, Überwachungsgeräte und Präzisionswaffen. Angesichts schrumpfender Militär-Etats mancher Staaten zeigte er sich besorgt, dass europäische Bündnispartner „ins Hintertreffen geraten“ könnten. Außerdem erklärte Rasmussen, dass die NATO möglicherweise eine Rolle beim Aufbau eines demokratischen Systems in Libyen spielen müsse, wenn die Regierung von Muammar al Gaddafi stürze.

Die NATO hat seit Ende März nach eigenen Angaben mehr als 2.400 Luftangriffe in Libyen geflogen.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Logiker

13.05.2011, 01:25 Uhr

militärisch topp - finanziell flopp. Der Koloss auf tönernen Dollarfüssen geht mit Stealth-Glanz und Gloria pleite. Die beste Waffe kann ein Herz nicht öffnen, wie Guantanamo, Irak- und Afghanistankrieg aktuell zeigen. Oder haben unsere transatlantischen Freunde auch hier noch eine Geheimwaffe?

WFriedrich

13.05.2011, 13:55 Uhr

Ich teile die Auffassung von Rasmussen. Nicht nur zwischen den USA und den übrigen NATO-Staaten gibt es diese Ungleichgewichte. So unterscheiden sich die europäischen Bündnispartner noch weit stärker hinsichtlich ihres strategischen Gewichts. Darüber muss diskutiert werden. So gibt es nach über 60 Jahren demokratischer Verhältnisse und der solidarischen Einbindung in zahllose multi- und bilaterale Abkommen keinen politischen Grund mehr, auf Kernwaffen zu verzichten. Andere Gründe sind unbekannt. Wir müssen deshalb mit unseren Bündnispartnern beraten, wie wir Deutschen mit eigenen Kernwaffen völlig neue Chancen zur Friedenssicherung erschließen können. Historische Risiken sind längst überwunden und durch eine verlässliche Gemeinschaftlichkeit ersetzt. Gerade die Überwindung der unbegründeten Widerstände vs. die dt. Wiedervereinigung kann nun als ermutigendes Beispiel mit überzeugender Vertrauenskraft betrachtet werden.

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