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13.06.2016

16:01 Uhr

Nato-Staaten

Es wird wieder aufgerüstet

Die Nato-Staaten geben erstmals seit dem Ende des Kalten Krieges wieder mehr Geld für Verteidigung aus. Es ist eine Reaktion auf die gestiegenen Militärausgaben Russlands in den vergangenen Jahren.

Viele Nato-Staaten blicken kritisch nach Russland. dpa

Nato-Übung

Viele Nato-Staaten blicken kritisch nach Russland.

BrüsselErstmals seit dem Ende des Kalten Krieges geben die Mitgliedsländer der Nato wieder mehr Geld für Verteidigung aus. "Nachdem wir viele Jahre in die falsche Richtung gegangen sind, beginnen wir jetzt, in die richtige zu gehen", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel. So habe es 2015 erstmals eine leichte Zunahme von 0,6 Prozent gegeben, während in diesem Jahr mit einem Plus von 1,5 Prozent oder umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro zu rechnen sei. Insgesamt planten 20 der 28 Nato-Länder Mehrausgaben, sagte Stoltenberg am Tag vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel.

Das Militärbündnis hatte sich 2014 das Ziel gesetzt, gemessen an der nationalen Wirtschaftsleistung innerhalb von zehn Jahren zwei Prozent der Haushalte für Verteidigung auszugeben. Bisher liegen nur die USA, Großbritannien, Griechenland, Estland und Polen über diesem Wert. Deutschland erreichte vergangenes Jahr mit Ausgaben von rund 36 Milliarden Euro 1,18 Prozent der Wirtschaftsleistung und lag damit genau im Durchschnitt aller Nato-Staaten. Das Bündnis reagierte mit der Forderung nach Mehrausgaben auch auf die gestiegenen Militärausgaben Russlands in den vergangenen Jahren.

Die Nato-Verteidigungsminister wollen bei ihrem zweitägigen Treffen in Brüssel Beschlüsse für den Nato-Gipfel Anfang Juli in Warschau vorbereiten. Dabei steht das Verhältnis zu Russland im Fokus.

Von

rtr

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