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28.06.2017

16:35 Uhr

Nato

Verteidigungsausgaben steigen um 4,3 Prozent

Die meisten Nato-Staaten steigern in diesem Jahr ihre Verteidigungsausgaben. Die anvisierten zwei Prozent des BIP erreichen jedoch nur sechs Staaten. Deutschland ist noch recht weit davon entfernt.

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BrüsselDie Nato rechnet mit deutlich steigenden Verteidigungsausgaben in Europa und Kanada. Nach jüngsten Schätzungen aus der Bündniszentrale werden sie 2017 rund 12 Milliarden US-Dollar (10,6 Mrd Euro) mehr für ihr Militär ausgeben als im Vorjahr. Dies entspricht einem Plus von 4,3 Prozent. Es sei das dritte Jahr in Folge mit Fortschritten bei den Verteidigungsausgaben, kommentierte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel. Insgesamt seien aus Europa und Kanada seit der Trendwende rund 46 Milliarden US-Dollar zusätzliche Ausgaben gemeldet worden.

Über die Verteidigungsausgaben gibt es unter den Nato-Partnern seit Monaten offenen Streit. US-Präsident Donald Trump fordert, dass alle Bündnispartner spätestens von 2024 an jährlich mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung ausgeben sollen. In der Bundesregierung wird das sogenannte Zwei-Prozent-Ziel der Nato allerdings anders interpretiert. Dort heißt es, es gehe lediglich darum, sich in Richtung der zwei Prozent zu entwickeln.

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Stoltenberg räumte am Mittwoch ein, dass trotz der steigenden Verteidigungsausgaben in diesem Jahr lediglich sechs Nato-Staaten mindestens zwei Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben werden. Neben den USA werden das voraussichtlich Griechenland, Estland, Großbritannien, Polen und erstmals Rumänien sein. Deutschland wird 2017 nach Nato-Berechnungen vermutlich nur auf 1,22 Prozent kommen, nach 1,20 Prozent im Jahr 2016. Der Anstieg fällt vergleichsweise klein aus, weil auch die Bezugsgröße BIP steigt.

Detaillierte Zahlen zu den Verteidigungsausgaben in den einzelnen Bündnisstaaten sollen an diesem Donnerstag zunächst bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel präsentiert werden.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Tomas Maidan

28.06.2017, 14:56 Uhr

Der Irrsinn ist ja, dass diese Entwicklung von Donald Trump angestoßen wurde. Der wiederum wurde von Putin unterstützt. Und die massive NATO-Aufrüstung wird nun garantiert in Osteuropa stationiert werden, um Druck auf Russland auszuüben. "Clever" eingefädelt.

Dieser Putin gilt wohl auch nur in Russland als ganz großer Stratege. Aber dort wird ja auch viel getrunken. Nastrowje.

(Hillary Clinton hätte diesen Wahnsinn garantiert nicht losgetreten)

Sven NSA Euro

28.06.2017, 15:05 Uhr

Was kann man da nur sagen, Verbrecher an der Menschheit.

Herr Peter Spiegel

28.06.2017, 18:13 Uhr

So geht das, ein weiterer Sieg von Herrn Trump. Die europäischen Loser zahlen endlich ein wenig mehr und nächstes Jahr nochmal 2%. Die dürfen sie dann für hochwertige amerikanische Rüstungsgüter ausgeben.

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