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17.01.2011

18:49 Uhr

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Sex-Affäre bringt Berlusconi in Bedrängnis

Eine Sex-Affäre um Ministerpräsident Silvio Berlusconi hält Italien in Atem. Die italienische Staatsanwaltschaft veröffentlichte nun erste Erkenntnisse ihrer Ermittlungen. Demnach soll sich eine beträchtliche Anzahl junger Frauen für Berlusconi prostituiert haben.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Nachtclubtänzerin Karima El Marough. Reuters

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Nachtclubtänzerin Karima El Marough.

HB ROM. Das italienische Parlament prüft einen Antrag der Mailänder Staatsanwaltschaft, die Durchsuchung einer Immobilie von Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu genehmigen. Die Abgeordnetenkammer stellte die Anfrage am Montag auf ihre Webseite.

Die Ermittler verdächtigen Berlusconi, mit einer „erheblichen Zahl“ junger Prostituierter verkehrt zu haben. Sie gehen davon aus, dass einige von ihnen als Gegenleistung für Sex mietfrei in mehreren Apartments in Mailand wohnen durften. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Berlusconis Verhältnis zu der Nachtclubtänzerin Karima El Marough, in Italien besser bekannt unter dem Namen Ruby, die Herzensräuberin. Er soll sie im vergangenen Jahr für Sex bezahlt haben. Damals war sie noch 17, und in Italien ist es strafbar, gegen Bezahlung Sex mit Prostituierten unter 18 Jahren zu haben. Außerdem wird dem Ministerpräsidenten vorgeworfen, er habe sich bei der Polizei für die Freilassung der Tänzerin eingesetzt haben, als die wegen Diebstahl festgenommen worden war.

Marough soll eingeräumt haben, dass sie von Berlusconi Geld erhalten habe und auf dessen Partys gewesen sei. Sex habe sie mit ihm jedoch nicht gehabt.

Berlusconi hat alle Anschuldigungen als absurd zurückgewiesen. Die Ermittlungen seien ein grotesker Versuch, ihn politisch zu zerstören, sagte er. Er habe niemals für Sex bezahlt und lebe in einer festen Beziehung, seit sich seine Frau von ihm getrennt habe.

Die Ermittlungen kommen für den 74-jährigen Berlusconi zur Unzeit. Der Regierungschef steht nicht nur politisch nach einem nur knapp abgewehrten Misstrauensantrag unter Druck, sondern verlor zuletzt auch seine politische Immunität. Damit kann Berlusconi nunmehr in gewissen Fällen vor Gericht gestellt werden.

Kommentare (1)

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mille grazie silvio

19.01.2011, 10:13 Uhr

So schöne Frauen wären für uns in Deutschland auch erträglicher, wenn wir schon eine Lobbykratie haben!

http://www.stern.de/politik/ausland/nicole-minetti-berlusconis-schoene-gehilfin-1644562-72c61d00442775b8.html

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