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06.05.2011

10:41 Uhr

Neue Erkenntnisse

Al-Kaida erwog angeblich Anschlag auf Züge

Bin Laden soll von seinem Versteck in Pakistan weiter eine aktive Rolle bei Al-Kaida gespielt haben. Angeblich planten die Terroristen weitere Anschläge in den USA, unter anderem auf den Zugverkehr.

Ein Amtrak-Zug in Wilmington, Delaware. Quelle: Reuters

Ein Amtrak-Zug in Wilmington, Delaware.

WashingtonAnlässlich des zehnten Jahrestages der Anschläge vom 11. September lotete Al-Kaida-Chef Osama bin Laden noch in seinem pakistanischen Versteck die Möglichkeit von Terrorangriffen auf Züge in den USA aus. Das geht aus ersten Informationen vor, die den US-Behörden nach der Tötung von bin Laden zugänglich wurden, wie die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag erfuhr. Konkrete Pläne gab es nach Angaben von Terrorexperten aber vermutlich nicht.

Bin Laden wurde in der Nacht zum Montag von einer US-Kommandoeinheit in einem Haus in der pakistanischen Stadt Abbottabad getötet. Nach dem Einsatz durchsuchten die Soldaten das Gebäude und nahmen Computer und Dokumente mit, die nun ausgewertet werden.

In der Al-Kaida wurde demnach bis Februar 2010 überlegt, einen Zug in den USA entgleisen zu lassen, der dann in ein Tal oder von einer Brücke stürzen sollte, wie aus einer Warnung des US- Heimatschutzministeriums hervorgeht, die am Donnerstag an Behörden in den USA herausging.

Das Heimatschutzministerium hob aber hervor, dass es sich nur um einen ersten Eindruck nach der Prüfung des Materials handele, der irreführend sein könne. Eine offizielle Terrorwarnung sei deshalb nicht geplant, sagte der Sprecher des Heimatschutzministeriums, Matt Chandler.

In den USA wurde 2009 ein geplanter Anschlag auf das New Yorker U-Bahnnetz vereitelt. Am Montag, nach dem Tod bin Ladens, warnten die Sicherheitsbehörden vor Vergeltungsanschlägen. Der Verkehrsbereich gilt als eines der möglichen Ziele.

Zwtl: Eine Botschaft für die Welt, aber auch für die USA

US-Präsident Barack Obama war am Donnerstag nach New York gereist und erinnerte am Ground Zero an die Todesopfer der Anschläge vom 11.

September 2001. Obama legte an der Stelle, an der die Zwillingstürme des World Trade Centers einstürzten, einen Kranz nieder. Der tödliche Einsatz gegen bin Laden „hat eine Botschaft um die Welt geschickt, aber auch eine Botschaft hier nach Hause“, sagte er zuvor bei einem Treffen mit Feuerwehrleuten.

Derweil berichtete am Freitag ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter, dass die Ehefrau des getöteten Al-Kaida-Chefs nach eigenen Angaben sechs Jahre lang in dem Versteck des Terroristen in Abbottabad gelebt habe. Während dieser Zeit habe sie die oberen Stockwerke des Gebäudes nicht verlassen, erklärte der Geheimdienstmitarbeiter. Er sagte nicht, ob die Frau darüber sprach, dass auch bin Laden seit 2006 in dem Haus lebte.

Die im Jemen geborene Frau ist eine von drei Ehefrauen bin Ladens, die derzeit in Pakistan verhört werden. Zudem werden derzeit noch acht bis neun Kinder von den Behörden festgehalten, die während des US-Kommandoeinsatzes in dem Haus vorgefunden wurden. Ihre Berichte sollen einen Einblick geben, was bin Laden in jener Zeit getan hat, und möglicherweise Hinweise auf die inneren Strukturen von Al-Kaida liefern.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Revision

06.05.2011, 07:34 Uhr

Angeblich....! Alles Latrinengeruechte und Volksverhetzung.
.
Das einzige was wirklich den Terrorismus im Westen enden wird, wenn die USA und deren Verbuendete sich aus dem Nahen Osten zurueckziehen werden und nicht mehr um jeden Preis Israel unterstuetzen! Das hatte Bin Laden auch in seinem ersten oeffentlichen Statement nach 9/11 betont, wurde aber nur ein paar mal auf CNN gezeigt und dann nie wieder erwaehnt.

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