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27.09.2012

15:20 Uhr

Neue Flüchtlingswelle

Mehr als 370 Tote in Syrien an einem Tag

Der Konflikt in Syrien hat sich weiter verschärft. Die Zahl der Toten steigt täglich. Helfer richten sich auf eine neue Flüchtlingswelle ein. Bis Ende des Jahres könnte die Zahl der Flüchtlinge auf 700.000 ansteigen.

Der Syrien-Konflikt wird immer brutaler. Deshalb rechnen die Vereinten Nationen mit einer neuen Welle an Flüchtlingen. dapd

Der Syrien-Konflikt wird immer brutaler. Deshalb rechnen die Vereinten Nationen mit einer neuen Welle an Flüchtlingen.

Damaskus/GenfNoch nie seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad sind in Syrien so viele Menschen an einem Tag getötet worden. Binnen 24 Stunden starben nach Angaben von Aktivisten mehr als 370 Menschen. Die wachsende Brutalität in dem seit März 2011 andauernden Konflikt dürfte nach Schätzungen der Vereinten Nationen bald noch mehr Menschen zu Flüchtlingen machen.

Die Zahl der Syrien-Flüchtlinge könnte bis Ende dieses Jahres auf 700 000 ansteigen, warnte der Syrien-Koordinator des Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Panos Moumtzis, am Donnerstag in Genf. Die Vereinten Nationen sind in der Syrien-Frage weiterhin politisch gelähmt, wie sich bei Beratungen in New York zeigte.

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Derweil sieht es so aus, als hätten die Konfliktparteien die UN gänzlich abgeschrieben und wollten nun beide eine Entscheidung auf dem Schlachtfeld herbeiführen. Der oppositionelle Syrische Nationalrat (SNC) lobte den Vormarsch der bewaffneten Rebellen in den Provinzen Aleppo und Al-Rakka. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Truppen von Präsident Assad hätten in Daraa und Aleppo Fortschritte im Kampf gegen die „Terrorbanden“ erzielt.

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Der UNHCR-Koordinator sagte, sollte sich die Zahl der Bürgerkriegsflüchtlinge wie erwartet in den kommenden drei Monaten mehr als verdoppeln, so werde dieser Ansturm von Menschen die Nachbarländer überfordern. Hier sei die Solidarität der internationalen Gemeinschaft gefordert.

Kommentare (1)

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Thomas-Melber-Stuttgart

27.09.2012, 16:50 Uhr

Der Konflikt wird von außen genährt, sonst wäre er längst erloschen und eine konstruktive Lösung herbeigeführt.

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