Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2012

07:05 Uhr

Neue Führung

Peña Nieto wird neuer Präsident Mexikos

Stabwechsel in Mexiko. Enrique Peña Nieto ist als Sieger aus der Präsidentenwahl in Mexiko hervorgegangen. Damit kehrt die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) an die Macht zurück. Ein Comeback.

Pena Nieto gewinnt Präsidentenwahl

Video: Pena Nieto gewinnt Präsidentenwahl

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Mexiko-StadtDer 45-jährige Anwalt Enrique Peña Nieto ist als Sieger aus der Präsidentenwahl in Mexiko hervorgegangen. Laut den ersten amtlichen Auszählungsergebnissen aus der Nacht zum Montag erhielt Peña Nieto bei der Direktwahl des Präsidenten 37,93 Prozent der Stimmen. Er lag damit uneinholbar vor den Zweit- und Drittplatzierten, Andrés Manuel López Obrador und Josefina Vázquez Mota.

Der Wahlerfolg Peña Nietos bringt die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), die das Land 71 Jahre lang von 1929 bis 2000 autoritär regierte, nach zwölf Jahren wieder an die Macht. Der Wahlerfolg sei "unumkehrbar", sagte PRI-Chef Pedro Joaquín Coldwell noch vor der Bekanntgabe der ersten offiziellen Ergebnisse. Er forderte insbesondere die Vertreter der linksbürgerlichen Partei der Demokratischen Revolution (PRD) von López Obrador auf, ihre Niederlage anzuerkennen.

Präsidentenwahl in Mexiko: PRI-Kandidat Peña Nieto klar vorn

Präsidentenwahl in Mexiko

PRI-Kandidat Peña Nieto klar vorn

Zwölf Jahre lang verbrachte die mexikanische PRI in der Opposition.

Peña Nieto setzte sich Anfang dieses Jahres ohne interne Rivalen als PRI-Spitzenkandidat durch. Er wirkt auf viele Mexikaner wie ein Star aus einer der beliebten TV-Unterhaltungsserien, die als Telenovelas bekannt sind. Nachdem seine erste Frau Monica Petrelini, 2007 an einem epileptischen Anfall gestorben war, heiratete er 2010 die Telenovela-Schauspielerin Angelica Rivera. Begleitet von Rivera und seinen sechs Kindern gab Peña Nieto am Sonntag in Atlacomulco, nordwestlich von Mexiko-Stadt, seine Stimme ab.

López Obrador wurde von der PRD aufgestellt. Er kam nach Informationen diverser Sender auf einen Anteil von 31 Prozent der Stimmen. 2006 hatte López Obrador seine äußerst knappe Niederlage gegen den Kandidaten der konservativen Partei der Nationalen Aktion (PAN), Felipe Calderón, nicht anerkannt. Dieser stürzte die Sicherheitskräfte in einen blutigen Kampf gegen die Drogenkartelle, bei dem seither mehr als 50.000 Menschen getötet wurden.

Die Regierungsbilanz Calderóns, der laut der mexikanischen Verfassung nicht wieder kandidieren durfte, fällt aus Sicht der Bevölkerung weitgehend negativ aus. 47 Prozent der Mexikaner sind als arm eingestuft - 15 Millionen mehr als seit der Abwahl der PRI im Jahr 2000. Auf die Kandidatin von Calderóns PRD, Josefina Vázquez Mota, entfielen den ersten Hochrechnungen zufolge nur rund 23 Prozent der Stimmen. Vázquez Mota erkannte ihre Niederlage an.

Fast 80 Millionen Mexikaner waren am Sonntag auch aufgerufen, die 500 Abgeordneten und 128 Senatoren zu bestimmen. Die PRI, die bereits in 20 der 31 Bundesstaaten regiert, galt auch bei diesen Wahlgängen als haushoher Favorit. Der Vorsitzende der Wahlbehörde IFE, Leonardo Valdés, sagte in der Nacht zum Montag, es habe nur einige "kleinere Zwischenfälle" gegeben, die keinen Einfluss auf den Ausgang der Wahlen hätten.

Von

afp

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Andi-Mexicano

02.07.2012, 09:37 Uhr

Die verkürzte Darstellung in diesem Artikel ist leider etwas ZU sehr verkürzt.

==> Auf die Kandidatin von Calderóns PRD, Josefina Vázquez Mota, entfielen den ersten Hochrechnungen zufolge nur rund 23 Prozent der Stimmen.
==> Die Partei die Sie hier meinen ist NICHT -PRD- sondern -PAN-


schönen Tag noch

Andi_Mexicano2

02.07.2012, 11:41 Uhr

Hola Andi...wie kommt deine Verbindung zu Mexiko zu Stande? Ich heiße Andreas, also auch Andi, und meine Freundin ist Mexikanerin aus Monterrey. Sie ist enttäuscht vom Wahlergebnis - sie hat PAN favorisiert.

auch einen schönen Tag

Account gelöscht!

02.07.2012, 11:47 Uhr

Der artikel verschweigt, dass Peña Nieto nur durch das TV Duopol,
An die Macht gekommen ist, die durch Zensur und 2 Mrd Euro p.a. an
TV Televisa & TV Azteca erkauft worden ist. Seine Frau ist wie seine Tochter
Unter mysteriòsen umständen gestorben. Auch seine Menschenrechtsverletzungen, die
Er in Atenco beganngen hat und die Massenproteste Der Bewegung
132, die für Pressefreiheit und saubere Wahlen Steven
wurden ausgeblendet. Ihr Artikel ist eine
Presseerklärung des PRI!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×