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17.02.2017

08:51 Uhr

Neue Grexit-Debatte

Griechen heben Milliarden ab

Die Griechen scheinen Angst vor einem EU-Austritt ihres Landes zu haben – sie heben Milliarden Euro von ihren Bankkonten ab. Die Menschen vertrauen den Banken nicht mehr und verstauen ihr Geld lieber unter der Matratze.

Die Griechen heben angesichts der unsicheren Lage ihres Landes ihr Geld lieber ab und bringen ihr Erspartes nach Hause. dpa

Bankkonten

Die Griechen heben angesichts der unsicheren Lage ihres Landes ihr Geld lieber ab und bringen ihr Erspartes nach Hause.

AthenDie griechischen Bürger haben seit Jahresbeginn mehr als 2,7 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Ursache: Neue Diskussionen im In- und Ausland über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Die Bankeinlagen der Griechen sind seit Ende Dezember von 131,8 Milliarden Euro auf 129,09 Milliarden Euro Mitte Februar gefallen.

Viele Menschen halten ihr Erspartes in Truhen, Safes und unter ihren Matratzen versteckt. Dies ergibt sich aus Informationen aus Kreisen des Verbandes der griechischen Banken, die am Freitag in der griechischen Presse veröffentlicht wurden.

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Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Michael Müller

17.02.2017, 09:42 Uhr

Die Griechen wissen was das Beste für ihr Land ist und handeln in der Hoffnung, dass dies auch die Politiker endlich einmal einsehen!

So lange Griechenland in der EU bleibt, wird es ein Jammern, Geheule und SCHULDZUWEISUNGEN NACH DEUTSCHLAND geben und wir werden dann brav einen "Dauerauftrag" einrichten, finanziert über einen Griechen-Soli, gefolgt von einem Italo-Soli, Franzosen-Soli, Portu-Soli, Spanien-Soli, ....

Herr Riesener Jr.

17.02.2017, 10:51 Uhr

Im April 2010 wurde ein Rettungspaket von über 100 Mrd EUR vereinbart. Das ist jetzt bald 7 Jahre her und wie wohl fast jeder habe ich den Überblick verloren, wie viel Geld mittlerweile nach Griechenland geflossen ist.

Hier setzen sich die europäischen Politiker wohl ein "Denkmal der eigenen Schande". Die Griechen leiden und leiden, und wir zahlen und zahlen.

Die griechische Krise ist aber nur ein Beispiel für verfehlte Politik in der westlichen Welt. Es ist also wirklich kein Wunder, dass die Zahl der Proteststimmen bei verschiedenen Wahlen zunehmen.

Frau Lana Ebsel

17.02.2017, 13:06 Uhr

Wieso bezahlen die schlauen "armen" Griechen mit diesen abgehobenen Milliarden nicht ihren hohen Lebensstandard selber?

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