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12.04.2013

03:55 Uhr

Neue Hinweise

USA streiten über Nordkoreas Atomwaffenfähigkeit

Der US-Militärgeheimdienst geht davon aus, dass Nordkorea Atomraketen bestücken kann. Ein Pentagonsprecher weißt dies zurück. US-Präsident Barack Obama fordert von Nordkorea ein Ende der kriegerischen Rhetorik.

US-Geheimdienste glauben, Kim Jon Un setze für Machtfestigung die Beziehungen zu China aufs Spiel. ap

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New YorkIn den USA gibt es unterschiedliche Meinungen über die atomaren Fähigkeiten der Nordkoreaner. Der US-Militärgeheimdienst sieht nach einem Bericht der „New York Times“ offenbar Fortschritte bei nordkoreanischen Atomwaffen. Die Defense Intelligence Agency (DIA) gehe mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass das Regime „derzeit über Nuklearwaffen verfügt, die von ballistischen Raketen getragen werden können“. Allerdings dürfte die Zuverlässigkeit eher gering sein, berichtete die Zeitung, die nach eigenen Angaben Einsicht in den vertraulichen Bericht hatte.

Auch ein republikanischer Senator äußerte sich am Donnerstag bei einer Anhörung ähnlich. Pentagonsprecher George Little sagte, er könne sich nicht zu allen Details des Berichts, der insgesamt geheim sei, äußern. Es sei jedoch nicht korrekt, anzudeuten, dass das nordkoreanische Regime die in der Passage zitierten nuklearen Kapazitäten „vollständig getestet, entwickelt und bewiesen“ habe. Der Senator hatte einen nicht geheimen Teil des Berichts vorgetragen.

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Die USA und China wollen Stabilität auf der koreanischen Halbinsel. Dafür würde Washington einen Sturz von Machthaber Kim Jong Un in Kauf nehmen. Für Peking wäre ein Zusammenbruch Nordkoreas dagegen ein Alptraumszenario.

Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten, dass die USA nicht davon ausgehen, dass Nordkorea die für Tests vorbereiteten Raketen nuklear bestückt habe. US-Präsident Obamas Geheimdienstdirektor James Clapper, erklärte bei der Anhörung am Donnerstag, die Drohgebärden aus Nordkorea deuten nicht auf einen Angriff hin. Vielmehr dienten sie der Festigung der Macht des neuen Staatschefs Kim Jong Un im eigenen Land. Außerdem wolle Kim die Anerkennung Nordkoreas als Atommacht erreichen, um international besser verhandeln zu können.

Clapper sagte weiter, dass China nach Einschätzung der US-Geheimdienste zunehmend „frustriert“ über Nordkoreas Säbelrasseln erscheine. Das verarmte, aber hochgerüstete Nordkorea hängt wirtschaftlich am Tropf von China. Peking hat damit als einzige ausländische Kraft direkten Einfluss auf Pjöngjang.
Einen Machtwechsel im Nachbarland wolle die chinesische Führung aber vermeiden, sagte Clapper. Peking brauche Nordkorea als „Pufferstaat“ zum US-Verbündeten Südkorea und fürchte sich vor Instabilität an seinen Grenzen.

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