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03.11.2011

23:37 Uhr

Neue Konvention

G-20-Länder gehen Steuerflucht an

Auf dem G-20-Gipfel in Cannes wurde eine neue Konvention zur Steuerflucht beschlossen. Koordiniert wird sie von der OECD. Die neuen Regeln sehen unter anderem den automatischen Austausch von Informationen vor.

OECD-Generalsekretär Gurría. Die OECD koordiniert die neue Konvention zur Steuerflucht Reuters

OECD-Generalsekretär Gurría. Die OECD koordiniert die neue Konvention zur Steuerflucht

CannesDie 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben eine verstärkte Zusammenarbeit gegen die Steuerflucht vereinbart. Auf eine entsprechende Konvention hätten sich die Staats- und Regierungschefs der G-20 bei ihrem Gipfel im südfranzösischen Cannes geeinigt, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag mit, die die engere Zusammenarbeit koordiniert.

Die Konvention sieht unter anderem den automatischen Austausch von Informationen und gleichzeitige Finanzkontrollen vor. Dem Text zufolge soll es auch Garantien für die Vertraulichkeit ausgetauschter Informationen geben. OECD-Generalsekretär Angel Gurría bezeichnete die Übereinkunft als einen wichtigen Fortschritt. Durch den verstärkten Kampf gegen die Steuerflucht sind in den vergangenen zwei Jahren laut OECD fast 14 Milliarden Euro zusätzlich in die Steuerkassen von 20 Ländern geflossen.

Laut OECD nahm Deutschland infolge der Abkommen gegen Steuerflucht in den vergangenen zwei Jahren rund 1,8 Milliarden Euro zusätzlich ein, die USA rund 1,4 Milliarden und Frankreich mehr als eine Milliarde Euro.

Von

afp

Kommentare (4)

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Steuerembargo

04.11.2011, 01:23 Uhr

So lange Veruntreuung von Steuergeldern nicht bestraft wird,
so lange hat der Bürger das Recht und auch die Pflicht,
diese Veruntreuung durch geeignete Maßnahmen zu verhindern!
www.steuerembargo.co.de

ehemaliger_Sparer

04.11.2011, 03:53 Uhr

Die Kapitalertragsbesteuerung von Sparguthaben ist reine Abzocke, da die 'Zinsen' weit unter der tatsächlichen Inflation liegen, d.h., man verliert sowieso jedes Jahr einen spürbaren Teil der Kaufkraft seiner Ersparnisse, und soll dann auf diesen Verlust auch noch Steuern und Solidaritätszuschlag bezahlen?

Private Altersvorsorge ist ohne Zinseszinseffekt praktisch nicht möglich. Das würde aber (reale, nicht nur nominale, Netto-) Zinsen erfordern (die es unter einem italienischen EZB-Chef ja wohl eher nicht geben wird). Also bleibt uns Normalbürgern zwangsläufig nur die staatliche Rente (falls bis dahin noch in nennenswerter Höhe vorhanden); und/oder Arbeit bis zum Tod.

Account gelöscht!

04.11.2011, 04:23 Uhr

Es wuerde wesentlich mehr bringen, die Steuerverschwendung anzugehen. Nur deshalb haben wir immer hoehere Steuersaetze und immer weniger Gegenleistung. Alleine wenn ich daran denke, wie in Bruessel unsere Gelder verschleudert werden, wird mir schlecht.

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