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24.07.2011

14:42 Uhr

Neue Kritik

Notenbanker hadern mit Griechenland-Paket

Das Griechenland-Rettungspaket stößt bei Notenbankern und Ökonomen weiter auf Kritik. Die kritischen Stimmen aus der schwarz-gelben Koalition bleiben dagegen am Wochenende überschaubar.

Eine Griechenlandfahne und eine Fahne der EU wehen in Athen. Quelle: dpa

Eine Griechenlandfahne und eine Fahne der EU wehen in Athen.

BerlinDas Griechenland-Rettungspaket stößt bei Notenbankern und Ökonomen weiter auf Kritik. Die kritischen Stimmen aus der schwarz-gelben Koalition blieben dagegen am Wochenende überschaubar, obwohl der von Bundeskanzlerin Angela Merkel federführend ausgehandelte Kompromiss hinter den selbst gesteckten Zielen zurückbleibt. Nachdem die Staatspleite in Griechenland vorerst abgewendet ist, wurde vor allem diskutiert, wie die Wirtschaft des Landes gestärkt und verhindert werden könne, dass andere Euro-Länder in den Sog des Schuldenstrudels kommen.

„Wir sollten nicht so tun, als gäbe es diese Einigung für Griechenland kostenlos“, sagte das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Lorenzo Bini Smaghi. Die Umschuldungsdebatte habe die Währungsunion geschwächt und dramatische Ansteckungsgefahren ausgelöst, sagte er mit Blick auf die erstmalige Beteiligung des privaten Sektors an Griechenland-Hilfen. „Der Versuch, die Banken an den Kosten der Rettungspakete zu beteiligen, wird unausweichlich dazu führen, dass dem europäischen Steuerzahler noch mehr Risiken aufgebürdet werden“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Die Vereinbarung müsse ein Einzelfall bleiben.

Die EZB hatte bislang verlangt, die Feststellung eines - auch teilweisen - Zahlungsausfalls eines Euro-Landes durch die Ratingagenturen auszuschließen. Ein Mitarbeiter der Rating-Agentur Fitch kündigte aber bereits an, Griechenland während des Umtausches seiner Anleihen wohl nur für kurze Zeit auf „beschränkt zahlungsfähig“ (restricted default) zu setzen. Durchgesetzt hatte sich die EZB mit den Forderungen, die Beteiligung des Privatsektors nicht obligatorisch zu gestalten und ein Kreditereignis zu vermeiden.

Kommentare (4)

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Anonym

24.07.2011, 16:23 Uhr

Die Konseqens aus den Beschlüssen dieser Hohlpfosten aus Berlin muss heissen:
Die Wiedereinführung der Todesstrafe für Politiker.
Begründung:
Die komplette Zerstörung unserer Ersparnisse, Renten und die
Zukunft unserer Kinder.

Account gelöscht!

24.07.2011, 16:39 Uhr

wow! unglaublich wie stark manche hinter dem pc sind. und auf der straße auf den boden gucken, als hätte man seinen schlüsselbund verloren, typisch deutsch halt. leute gibt`s, die gibt es gar nicht...

gerhard

24.07.2011, 19:00 Uhr

"Nach Griechenland, Portugal und Irland drohten zuletzt auch die Kernländer Italien und Spanien in den Schuldenstrudel gerissen zu werden. Merkel hatte deswegen bereits Freitag ausdrücklich das neue italienische Sparprogramm begrüßt. Damit werde es allerdings noch kein Bewenden haben"

So hat es bei Griechenland u.Portugal auch angefangen. immer erst ausdrücklich ein Sparprogramm begrüßen - aber dann ... aber dann? - läuft das Euro-Chaos seinen Lauf und keine Merkel hält es auf!.

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