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29.01.2010

14:11 Uhr

Neue Provokation

Nordkoreanische Artillerie feuert weiter

Die neuerliche Krise zwischen Nord- und Südkorea hält an: Am dritten Tag in Folge hat das kommunistische Land Artilleriegeschosse an der umstrittenen Seegrenze abgefeuert. Beobachter sehen die Drohungen als perfide Strategie.

Südkoreanische Kriegsschiffe: Weiter Beschuss an der Seegrenze. dpa

Südkoreanische Kriegsschiffe: Weiter Beschuss an der Seegrenze.

HB SEOUL. Nordkorea hat nach Angaben seines Nachbarlands den dritten Tag in Folge Artillerie-Geschosse in Richtung Süden abgefeuert. Wie an den beiden vorangegangenen Tagen seien die Geschosse entlang einer umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer auf nordkoreanischer Seite eingeschlagen, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Generalstabs am Freitag. Am ersten Tag der Schießübungen hatte Südkorea das Feuer erwidert, danach aber davon abgesehen. Über Opfer oder Schäden durch die Aktionen wurde nichts bekannt. Die angespannten Beziehungen der beiden Länder, die sich offiziell noch im Kriegszustand befinden, wurden jedoch weiter belastet. An keiner Grenze der Welt ist so viel Militär konzentriert.

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak sagte am Freitag, der kommunistisch regierte Nachbar versuche womöglich, Zugeständnisse im Streit um dessen Atomprogramm zu erzwingen. "Es könnte eine Strategie sein, mit der sie einen Friedensvertrag erreichen wollen. Aber das ist keine besonders gute Methode."

Nordkorea hat Gespräche mit den USA über ein Friedensabkommen gefordert, das den bis heute geltenden Waffenstillstand ersetzen soll, der nach dem Koreakrieg 1953 vereinbart wurde. Die USA, die in dem Krieg auf Seite des Südens kämpften, haben erklärt, darauf nur einzugehen, wenn Nordkorea sein Atomwaffenprogramm aufgibt und dazu an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Das Land wird bereits durch UN-Sanktionen unter Druck gesetzt, die nach seinem Atomtest im vergangenen Jahr verhängt wurden.

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