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21.06.2012

16:19 Uhr

Neue Regierung im Amt

Griechenland fordert mehr Zeit zum Sparen

Griechenlands neue Regierung startet mit einer Forderung: sie will die Frist für ihre Sparziele verlängern. Doch damit stößt sie bei den Euro-Finanzministern auf heftige Gegenwehr. Zunächst einmal.

Der neue griechische Ministerpräsident Antonis Samaras will die Auflagen der Geldgeber deutlich lockern. dapd

Der neue griechische Ministerpräsident Antonis Samaras will die Auflagen der Geldgeber deutlich lockern.

AthenDie neue griechische Regierungskoalition will mehr Zeit für ihr Sparprogramm gewinnen. Kurz vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg einigte sich die Koalition auf die Forderung nach einem zweijährigen Aufschub der Fiskalziele. Nach Darstellung der griechischen Behörden liefe die Verlängerung auf einen zusätzlichen Geldbedarf von mindestens 16 Milliarden Euro hinaus. In Athen stellte der neue Ministerpräsident Antonis Samaras ein von seiner konservativen Partei dominiertes Kabinett vor.

Die Niederlande drohten den südlichen Euro-Ländern unterdessen offen mit einem Ende der Hilfen des Nordens. Spanien geriet als zweiter Brandherd der Euro-Zone immer tiefer in den Krisen-Strudel und musste kurz vor einem Antrag auf EU-Bankenrettungshilfen bei einer Anleihen-Auktion deutlich höhere Zinsen zahlen.

Unter dem immensen öffentlichen Druck der durch Rezession und Massenarbeitslosigkeit geplagten Griechen will die neue Regierung die strengen Auflagen lockern. Die Koalition verlange mehr Zeit, um das eigentlich für 2014 gesetzte Ziel der Reduzierung des Haushalsdefizits von 9,3 auf 2,1 Prozent zu erreichen, sagte ein Vertreter der Demokratischen Linken. Zudem sollen Sozialleistungen für Arbeitslose statt ein nun zwei Jahre gezahlt und Entlassungen im öffentlichen Dienst begrenzt werden.

Die Forderungen dürften bei dem Treffen der Finanzminister der Euro-Länder bei einigen Teilnehmern auf heftige Gegenwehr stoßen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte machte bereits klar, sein Land, aber auch Finnland und Deutschland würden ihre Unterstützung nicht fortsetzen, wenn sie nicht sicher sein könnten, dass sich die südlichen Länder ebenfalls an die Vereinbarungen hielten.

Kommentare (13)

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Matthes

21.06.2012, 20:01 Uhr

Braucht mehr Zeit zum Sparen? Dass ich nicht lache! Griechenland will mehr von unserem Eigentum, um davon gut zu leben!Besser als der normale Deutsche!

Iason

21.06.2012, 21:05 Uhr

geh gefälligst arbeiten und quatsch nich

Account gelöscht!

21.06.2012, 21:16 Uhr

Die Griechen brauchen nur ihre Wünsche zu äussern und schon rennen wir um unseren Geldbeutel zu öffnen,damit sie weiter wursteln können wie bisher.Schö gedacht,aber hoffentlich ohne Erfolg

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